Neuer Kunstrasen

Fußballer müssen länger warten

Seit zehn Jahren darf die Entwässerung des Sportplatzes eigentlich nicht mehr über den Endenicher Bach erfolgen.

Seit zehn Jahren darf die Entwässerung des Sportplatzes eigentlich nicht mehr über den Endenicher Bach erfolgen.

ENDENICH. Die Sanierung des Endenicher Sportplatzes lässt auf sich warten. Nun hat sich herausgestellt, dass die gesamte Entwässerung gar nicht so ohne weiteres über den Endenicher Bach erfolgen darf. Und das seit zehn Jahren nicht mehr.

Das sagt Bezirksverordneter Dieter Behrenbruch von der CDU, die einen Antrag zur Bezirkssportanlage West an der Röckumstraße gestellt hat. Der wurde nun in der jüngsten Sitzung der zuständigen Bezirksvertretung Bonn behandelt. "Die Entwässerung über den Bach erfolgt seit zehn Jahren ohne Genehmigung", sagte Behrenbruch. Das sei aber verwaltungsintern nicht an alle zuständigen Ämter weitergegeben worden. So bestätigte nun der Bonner Sportamtsleiter Martin Herkt: "Es besteht keine gültige Einleitungserlaubnis mehr. Wir haben schon Lösungen gefunden, es wird aber teurer." Genaue Pläne konnte Herkt noch nicht erläutern, es gehe aber darum, bei der Platzsanierung ein Rückhaltebecken zu bauen.

Wie berichtet, ist der Endenicher Bach bei Starkregen schon allein deshalb stark belastet, weil viel Wasser aus dem Katzenlochbachtal, aus Lengsdorf und von der Autobahn in Richtung Endenicher Burg fließt. Erst im vergangenen Sommer war dort Land unter.

Herbert Spoelgen (SPD) äußerte in der Sitzung die Sorge, dass durch die sich nun abzeichnenden Zeitverzögerungen der Sportplatz in Beuel saniert wird und die Endenicher am Ende in die Röhre gucken könnten. Doch auch wenn die Probleme mit der Entwässerung nicht mal eben so zu lösen seien, bedeute das nicht, "dass Endenich hinten runterfällt", sagte Herkt. Er verstehe aber, dass die Unruhe im Ort groß sei.

Bereits 2011 wurden 180 000 Euro für die Sanierung der Laufbahnrinnenentwässerung in den Haushalt eingestellt. Laut CDU wurde das Geld dann immer in das nächste Jahr übertragen. Im April 2014 wurde die Vergabe des Honorarauftrages für die Entwässerung und den Umbau zum Kunstrasenspielfeld beschlossen. Das Thema wird Verwaltung und Politik nun noch weiter beschäftigen, demnächst im Sportausschuss.