Hardtberg

Frisbee-Anlage für das Derletal

Die Aufgabe beim Disc-Golf ist es, mit einer Frisbee-Scheibe einen Metallkorb in unterschiedlicher Entfernung zu treffen.

Die Aufgabe beim Disc-Golf ist es, mit einer Frisbee-Scheibe einen Metallkorb in unterschiedlicher Entfernung zu treffen.

Duisdorf. Die CDU hat den Bau eines Disc-Golf-Courses im Duisdorfer Naherholungsgebiet Derletal beantragt. Die Bezirksvertretung Hardtberg entscheidet darüber.

Spaziergänger mit und ohne Hunde, Familien mit Kindern und Senioren sind normalerweise die Hauptnutzer des Derletals. Das könnte sich bald ändern, denn die CDU will dem Verein Bonnsai Frisbee Sport eine Genehmigung verschaffen, dass sie das Duisdorfer Naherholungsgebiet für ihren Sport nutzen kann.

Konkret haben Christos Katzidis, Wolfgang Esser und deren Bezirksfraktion beantragt, dass der Verein eine Genehmigung für die Errichtung eines Disc-Golf-Courses im Derletal bekommen soll, „sofern dies rechtlich und tatsächlich möglich ist“.

Dazu müssten zwölf Körbe einbetoniert und zwölf sogenannte T-Signs auf dem Boden angebracht werden. Die Kosten dafür, rund 6000 Euro, würden komplett von dem eingetragenen Verein Bonnsai Frisbee Sport übernommen. Die Stadt müsste nur an den Zugängen des Derletals Schilder anbringen, auf denen auf den Disc-Golf-Course hingewiesen wird, heißt es im Antrag.

Und offenbar sind Katzidis & Co. Feuer und Flamme für diese Idee und diesen Sport, der bisher kaum bekannt ist. „Ein derartiges Angebot gibt es bislang in Bonn nicht“, nehmen sie dies als Begründung für ihren Vorschlag. „Deshalb wäre es wünschenswert, wenn im Derletal ein Disc-Golf-Course als Pilotprojekt für Bonn eingerichtet werden könnte.“ Und schließlich: Es würde das Sport- und Freizeitangebot im Stadtbezirk Hardtberg bereichern.

Tatsächlich erfreut sich Disc-Golf einiger Beliebtheit – allerdings im Norden von NRW, wo es auch einige Anlagen gibt. „Hier in Bonn ist der Sport zwar auf dem Vormarsch, aber noch nicht sehr weit verbreitet“, sagt Doro Klein, die mit ihrem Ehemann zu den bisher einzigen Bonnern gehört, die diese Freizeitbeschäftigung ausüben. Trotzdem hat der Verein Bonnsai eine eigene Abteilung für diese Spielart des Frisbee-Werfens gegründet. Und es gibt bereits ein Hinweisblatt mit Luftbildern, auf dem die Lage der zwölf Bahnen im Derletal exakt eingezeichnet ist. Diese Fotos kann der General-Anzeiger aus urheberrechtlichen Gründen jedoch nicht zeigen.

Ob die Bezirksvertretung Hardtberg den Weg freimacht für diese neue Nutzung des Derletals, klärt sich am Dienstag, 24. Januar. Dann steht der CDU-Antrag auf der Tagesordnung der Sitzung (ab 18 Uhr).