Neubaugebiet Am Hölder

Freude auf die neuen Nachbarn

Rekordverdächtig: Nach nur drei Monaten Bauzeit setzen die Zimmerleute schon die ersten Dachstühle.

RÖTTGEN. Über dem Neubaugebiet Am Hölder drehen sich immer mehr Baukräne, wenige Meter entfernt wird ebenfalls fleißig geplant, erweitert und umgebaut. "Wir sind gut gerüstet und haben uns auf die neue Situation bereits eingestellt", verspricht Patrick Krumpholtz, Geschäftsführer des Getränkemarktes am Kurfürstenplatz.

Denn wenn die ersten Neubürger in die Einfamilienhäuser und Wohnungen zwischen Friedhof, Landstraße und Thomaskirche einziehen, wird sein Laden über eine größere Verkaufsfläche verfügen. Geplant sei, das Büro zu verkleinern und das Ladenlokal so zu vergrößern. "Derzeit laufen die letzten Planungen, aber in vier Monaten wird alles fertig sein", sagt Krumpholtz. Mit offenen Armen wird auch Agnes Friedrich die neuen Nachbarn empfangen. "Ich freue mich auf sie. Hoffentlich ziehen auch viele Kinder ein", so die Geschäftsfrau, die neben Geschenkartikeln und Schreibwaren auch Serviceleistungen von Deutscher Post und DHL anbietet. Besondere Vorkehrungen hat sie allerdings noch nicht getroffen. "Wir werden erst einmal abwarten, wie sich die Situation entwickelt. Et kütt wie et kütt", sagt sie.

Da die Konkurrenz aus dem Internet gerade die kleinen Einzelhandelsgeschäfte treffe, freut sie sich über jeden Neubürger im Ort. Auch nebenan im Lebensmittelgeschäft von Robert Schwindt sieht man die Entwicklung ausschließlich positiv. "Natürlich hoffen wir, dass das Neubaugebiet uns mehr Kunden beschert", so der Einzelhändler. Zwar hat er keine Möglichkeit, seine Verkaufsfläche zu erweitern, aber "wir werden alle nett und freundlich begrüßen sowie zügig bedienen".

Rot-Weiß Röttgen geht alles ganz sportlich an. "Wir wissen ja noch nicht, wie groß das Interesse an unserem Angebot ist", sagt Volker Ludwig, Vizevorsitzender des Vereins. "Wir werden aber alles versuchen, um jedem die Möglichkeit zu bieten, seinen Lieblingssport nahe an seinem neuen Wohnort auszuüben." Dabei können die Hölder-Anrainer unter anderem zwischen Bodyworkout, Badminton, Zumba, Kraft- und Ausdauertraining sowie Ballsportarten wählen.

Kirmes, Martinszug, Karneval: Anschluss an das Orts- und Vereinsleben werden die Neuen wohl schnell finden. Davon ist Frank Edelmann, zweiter Vorsitzender des Festausschusses Röttgen, überzeugt. "Details haben wir zwar noch nicht geplant", so Edelmann, aber man freue sich immer über neue Gesichter. Die großen Umzüge im Ort würden in Zukunft noch stärker besucht, ist er sich sicher.

Das Baugebiet Am Hölder ist schon jetzt eine gute Adresse. Erst Anfang Juni wurde mit dem Bau der Einfamilienhäuser begonnen, jetzt setzen Zimmerleute bereits die ersten Dachstühle. "Innerhalb von nur drei Monaten. Das ist schon rekordverdächtig", sagt Heiko Bartelt von der Montana Wohnungsbau, die auf dem Areal 90 Einfamilienhäuser sowie acht Mehrfamilienhäuser errichtet. Von den Einfamilienhäusern seien bereits 85 verkauft, "für die restlichen fünf gibt es ebenfalls Interessenten", so Bartelt. Drei Mehrfamilienhäuser mit 23 Wohnungen - sieben haben schon einen neuen Eigentümer - kommen im ersten Bauabschnitt, weitere fünf im zweiten. "Wann wir mit diesen Arbeiten konkret beginnen, steht noch nicht fest", sagt Bartelt. Rund 1000 neue Röttgener werden nach Abschluss aller Baumaßnahmen einmal am Rande des Kottenforstes leben.

Bevor die ersten Bagger rollten, wurde das Gelände sorgfältig untersucht. "Man vermutete, dass dort einmal die Villa eines römischen Adligen stand", so Bartel. Deshalb habe man zusammen mit Experten Grabungen durchführen lassen. "Dabei wurde allerdings nichts entdeckt, wir konnten planmäßig beginnen", sagt Bartelt.