Helmholtz-Gymnasium Duisdorf

Erweiterungsbau ist fast fertiggestellt

Helmholtz-Gymnasium - Erweiterungsbau

Helmholtz-Gymnasium - Erweiterungsbau

Duisdorf. Was lange währt, wird endlich gut, denkt man sich dieser Tage am Helmholtz-Gymnasium in Duisdorf. Denn der Erweiterungsbau der Schule mit 14 Klassen- und Kursräumen, dem Selbstlernzentrum sowie der Mensa steht kurz vor der Fertigstellung.

Endlich, muss man konstatieren, denn die Baumaßnahme dauerte geschlagene zwei Jahre und war geprägt von Pleiten, Pech und Pannen. Gestern hat die Stadt zur Eröffnung des Neubaus die Einladung verschickt: Demnach wird am Donnerstag nächster Woche auch Oberbürgermeister Ashok Sridharan erwartet und spricht ebenso ein Grußwort wie Bezirksbürgermeisterin Petra Thorand und Schulleiterin Dorothee von Hoerschelmann. „Wir sind als Schule sehr froh, dass der Neubau jetzt an uns übergeben wird, die Arbeiten gingen zum Ende wirklich zügig voran“, lobte sie.

Das war allerdings nicht immer so, weshalb das Projekt auch in die Schlagzeilen geriet. Die Insolvenzen von mehreren Baufirmen hatten dafür gesorgt, dass die Bauzeit um mehr als ein Jahr überschritten wurde. Eine Firma verbaute Material, das nicht der Norm entsprach. Nach der Kündigung sprang eine neue Firma ein, die aber kurze Zeit später in die Pleite rutschte. Dadurch kam man mit anderen Arbeiten nicht weiter. Dieses Muster passierte übrigens auch bei anderen Gewerken.

Kurzum: Es war der Wurm drin, den Projektleitern wuchsen graue Haare. Bei einem Ortstermin mit dem General-Anzeiger im August war die Stadt allerdings schon guter Dinge, bis Februar 2016 fertig zu werden – und hielt Wort.

Derzeit laufen die letzten Arbeiten für den Innenausbau, und die Einrichtung wird installiert. Nach der offiziellen Übergabe werden die Räume noch nicht sofort belegt. Aber vier Tage später, am 1. Februar, wenn der neuen Halbjahres-Stundenplan gilt, dürfen die Schüler endlich den Neubau in Beschlag nehmen. Eine kleine Annehmlichkeit gibt es dennoch schon vorher: Am Einweihungstag, 28. Januar, gibt es für alle Schüler ab der siebten Klasse nach der siebten Stunde frei.

Immer wieder war im Zuge der Fertigstellung die Geduld der Schüler und Lehrer strapaziert worden. Anfangs war es viel Lärm, der an die Nerven ging, danach war es der Schmutz und Staub in der verlängerten Bauzeit. Mehrfach hatte sich die Stadt für die ungeplanten Unannehmlichkeiten entschuldigt.

An Kosten für das Projekt waren 6,8 Millionen Euro eingeplant. In ihrem Einladungsschreiben bezifferte das Presseamt die Kosten nunmehr auf knapp 7,5 Millionen Euro, hatte aber bereits vorher angekündigt, durch die Verzögerungen lasse sich der ursprüngliche Betrag nicht halten.

Der Erweiterungsbau steht an der Stelle des alten Varielgebäudes aus den 70er Jahren, das 2013 abgerissen wurde. Den größten Raum nimmt die Mensa mit 280 Plätzen sowie Küchen und Nebenräumen ein. Die Nutzfläche beträgt insgesamt 1900 Quadratmeter. Durch den Aufzug und die Verbindungsbrücke zum Altbau ist das komplette Gymnasium nunmehr behindertengerecht erschlossen.