Fußgängerzone am Schickshof

Einkaufsmeile in Duisdorf weiterhin ohne Rewe

Duisdorf. Bis der "große Rewe" am zentralen Schickshof nach dem Umbau wieder öffnen kann, wird noch einige Zeit ins Land gehen. Geplant ist, den Vollversorger Ende November wieder zu öffnen.

Mit Argusaugen schauen die Duisdorfer Einzelhändler derzeit darauf, was in der Fußgängerzone passiert. Denn seit das Natursteinpflaster in Höhe der Einfahrt am Rathaus Hardtberg saniert wird und die Zufahrt zum Rochusparkplatz über die bisherige Route nicht mehr möglich ist, hat sich das auch auf die Kundenfrequenz ausgewirkt.

„Ja, es ist weniger los als sonst“, räumt Gisbert Weber, gerade im Amt bestätigter Vorsitzender der Wirtschafts- und Gewerbegemeinschaft Hardtberg (WGH), ein. Das liege nicht nur an der Sperrung, sondern auch daran, dass derzeit Rewe als Vollversorger überhaupt nicht mehr in der Rochusstraße vertreten ist. „Und das drückt hier extrem auf die Kundenfrequenz“, hat er festgestellt.

Immerhin: Der DM-Markt in der Passage der Lessenicher Straße hat nach dem Umbau der Filiale pünktlich und in schönerem Gewand als früher wieder geöffnet. Aber der „kleine Rewe-Markt“ in der Mitte der Rochusstraße, der am 8. September geschlossen worden war, wird von vielen Kunden als Einkaufsmöglichkeit vermisst. Und bis der „große Rewe“ am zentralen Schickshof nach dem Umbau wieder öffnen kann, wird noch einige Zeit ins Land gehen.

Rewe braucht noch einige Wochen

„Die Übergabe der Ladenfläche an Rewe wird Mitte Oktober passieren“, sagte Projektleiter Philipp Roth als Vertreter des Vermieters Ferox dem GA. Man liege zwei bis drei Wochen hinter der Planung, „aber das ist völlig in Ordnung und im Rahmen“, sagte Roth.

An das Fitnessstudio Fit X, das im Obergeschoss eine Filiale eröffnen wird, seien die Räume schon übergeben worden. „Aber die müssen jetzt noch den kompletten Innenausbau in Eigenregie machen, so dass Ende November mit einer Eröffnung des Fitnessstudios zu rechnen ist.“

Wenn die Erdgeschoss-Flächen dort Mitte Oktober an Rewe übergeben werden, brauche das Kölner Unternehmen ebenfalls noch einige Wochen, um auf 1300 Quadratmetern Fläche die Regale zu installieren, Lager und Kühlhäuser einzurichten und die Ware einzuräumen.

Rewe-Sprecherin Christiane Preisen teilte dem General-Anzeiger am Montag aktuell mit, die Eröffnung des neuen Marktes sei für den 29. November geplant. Das wäre dann in achteinhalb Wochen. Und so lange müssen die Kunden weiter auf die Discounter Aldi, Penny oder Netto außerhalb des Duisdorfer Zentrums zurückgreifen – oder gleich zum Edeka-Markt am Basketsring fahren.

Kein Wunder, dass für WGH-Chef Weber die Zeitplanung alles andere als ideal ist. „Mein Vorwurf an den Rewe-Konzern lautet, muss man so knapp kalkulieren? Hätte man den kleinen und den großen Laden nicht sechs Wochen lang überlappen lassen können?“ Für die Kunden in Duisdorf sei es jedenfalls alles andere als glücklich, über zehn Wochen hinweg keinen Vollversorger im Ortskern zu haben.

Fleisch, Wurst, Käse und Feinkost im Sortiment

Rewe hatte dem General-Anzeiger bereits früher die Problematik erklärt. Im Fall des „kleinen Rewe“ sei es nicht möglich gewesen, den Markt so zu modernisieren, dass er den aktuellen Anforderungen des Unternehmens gerecht wird und zukunftsfähig betrieben werden kann. Deshalb sei die Schließung an diesem Standort die Ultima Ratio gewesen.

An dem Standort am Schickshof will das Unternehmen dann nur noch auf einer Etage das gesamte Angebotsspektrum als Vollsortimenter abdecken. Auch Fleisch, Wurst, Käse und Feinkost in Bedienung soll es geben, außerdem wieder einen Vorkassenbäcker.

Auf der Baustelle am Europaplatz, also im Einmündungsbereich der Villemombler Straße zur Rochusstraße, wird derweil weiter gearbeitet. Die Pflasterarbeiten dort waren am 5. September, gleich nach der Herbstkirmes, begonnen worden. Sie sollen zwei Monate dauern und sind mit 200.000 Euro veranschlagt. Nach Auskunft aus dem Tiefbauamt liegen die Bauarbeiter im Zeitplan, so dass man mit einer Fertigstellung des Pflasters Ende Oktober rechnen kann.