"Regenbogenhaus"

Die Bundeswehr baut eine neue Kita auf der Hardthöhe

Seit 45 Jahren gibt es diese Kita der Bundeswehr neben der Nordwache. Bald wird ein Neubau das alte Gebäude ersetzen.

Seit 45 Jahren gibt es diese Kita der Bundeswehr neben der Nordwache. Bald wird ein Neubau das alte Gebäude ersetzen.

Hardthöhe. Die 45 Jahre alte Kindertagesstätte der Bundeswehr auf der Hardthöhe hat in absehbarer Zeit ausgedient. Das Bundesministerium der Verteidigung baut neben die vorhandene Kita ein neues Gebäude für die Kinderbetreuung.

Die Baufirmen dürfen dabei schon fast Gewehr bei Fuß stehen, denn bereits im Frühjahr 2018 soll es in unmittelbarer Nähe zum jetzigen Areal losgehen. Im Vorfeld hat es im Juli bereits eine 20 Meter tiefe Baugrundbohrung gegeben, um den Boden zu untersuchen. Das ist auch Spaziergängern aufgefallen, als sie ein Loch im Asphalt des Schießstandsweges bemerkten.

Die neue Kita „Regenbogenhaus“ wird als zweigeschossiges Bauwerk mit Flachdachkonstruktion unmittelbar neben dem Altbau errichtet. Dabei werden die beiden Altersgruppen auf die jeweiligen Etagen verteilt. Weil der Neubau barrierefrei geplant wird, ist er auch für eine integrative Kinderbetreuung ausgelegt.

Die Immobilie, für die das BMVg als Bauherr auftritt, ist für die Betreuung von 100 Kindern ausgelegt. Davon sind vier Gruppen à 15 Kinder für die Betreuung von Kindern über drei Jahre vorgesehen und weitere vier Gruppen à zehn Kinder für die Betreuung von Kindern unter drei Jahre eingeplant. Die bisherige Bestands-Kita bietet die Tagesbetreuung für bis zu 92 Kinder an. Dabei gibt es drei Gruppen (60 Kinder) für Kinder über drei Jahren und vier Gruppen (32 Kinder) für Kinder unter drei Jahren.

Altes Gebäude wird abgerissen

Das alte Gebäude, das als Steck- und Wabensystem 1971 errichtet und 1972 in Betrieb genommen wurde, hat dann immerhin 45 Jahre seinen Dienst verrichtet. Generationen von Kindern, deren Eltern im BMVg arbeiteten, haben hier ihre ersten Schritte getan. Die Plätze der Kita konnten und können aber nicht nur durch Angehörige der Bundeswehr, sondern auch durch Angehörige anderer Ministerien am Standort Bonn in Anspruch genommen werden.

Die Fertigstellung des Neubaus und die Freigabe für die Nutzung ist für Herbst 2019 vorgesehen. Bis zum Frühjahr 2020 sollen dann die Außenanlagen gestaltet sein, danach wird das alte Bestandsgebäude abgerissen. Wie das Presse- und Informationszentrum des Bundesamts für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (Piziud) mitteilte, wurde der Bedarf für 100 Betreuungsplätze schon im Jahr 2014 anerkannt. Eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung habe dann ergeben, dass ein Neubau an anderer Stelle die wirtschaftlichste Variante sei. Zu den genauen Kosten könne aber noch keine Aussage getroffen werden, da diese noch ermittelt würden.

In der Kita freut man sich derweil auf kommende Zeiten. „Wir sind alle sehr glücklich, dass wir hier einen Neubau bekommen“, sagte Kita-Leiterin Suzan Demirci dem GA.