Zum Tod von Pfarrer Benno Leiverkus

"Der Bischof" vom Hardtberg ist tot

Untrennbar mit Duisdorf verbunden: Benno Leiverkus erhielt 2014 für seine Verdienste um das Orts- und Vereinsleben die Hardtberg-Medaille.

Untrennbar mit Duisdorf verbunden: Benno Leiverkus erhielt 2014 für seine Verdienste um das Orts- und Vereinsleben die Hardtberg-Medaille.

Duisdorf. Benno Leiverkus ist tot. Der ehemalige Pfarrer der Gemeinden Sankt Rochus, Sankt Augustinus und Sankt Edith Stein starb am Freitag nach kurzer schwerer Krankheit – nur wenige Wochen nach seinem 80. Geburtstag.

26 Jahre lang war der Seelsorger in Duisdorf und auf dem Brüser Berg im Einsatz, bevor er 2008 in Ruhestand ging und in den Bonner Norden zog. Er kümmerte sich nicht nur um die Menschen in seinen Gemeinden, sondern nahm auch großen Anteil am Ortsgeschehen. Rochuskirchen-Pfarrer Jörg Harth, dessen Ausbilder ein Studienkollege von Leiverkus war, war dem Verstorbenen eng verbunden. „Pfarrer Benno Leiverkus hat viel Gutes bewirkt und viele Menschen in ihrem Glauben und auf dem Lebensweg bestärkt“, erinnert er sich an den Freund. Aber er sei auch ein Mensch „mit Ecken und Kanten“ gewesen und ein strenger Chef.

Leiverkus liebte die Menschen, er liebte das Leben, die Musik und gutes Essen und war ein geselliger Gastgeber, bei dem man gerne bei einem Glas Wein verweilte. Nie nahm der Mann mit dem imposanten Bart ein Blatt vor den Mund, wenn ihm etwas gegen den Strich ging – nicht jeder kam mit dieser Art zurecht.

Beisetzung in Duisdorf

1938 in Wuppertal geboren, stand für ihn schon früh fest, dass er Priester werden wollte, verriet er anlässlich seines Goldenen Priesterjubiläums, das er 2016 in seiner Duisdorfer Gemeinde feierte. Damals sei er als Messdiener viel mit seinem Pfarrer auf dessen Motorrad in den Außenbezirken der Kirchengemeinde unterwegs gewesen. „Es waren die Menschen, die mich für die Kirche gewonnen haben“, sagte er.

Der „Bischof“ vom Hardtberg, wie ihn die Gläubigen augenzwinkernd nannten, war ein humorvoller und in seiner Gemeinde beliebter Pfarrer. Bei den legendären Karnevalssitzungen der Sankt-Rochusgemeinde in der Sporthalle an der Schmittstraße stand er zum Vergnügen der Gäste selbstverständlich auch auf der Bühne. Er war lange aktives Mitglied der Duisdorfer Feuerwehr und erhielt 2014 für seine Verdienste um das Duisdorfer Orts- und Vereinsleben die Hardtberg-Medaille.

Nach seinem Eintritt in den Ruhestand wirkte er als Krankenhausseelsorger in der LVR-Klinik. Leiverkus soll in Duisdorf beigesetzt werden. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben.