Mitmachtag in der Schmitthalle

Der 3. Internationale Yoga-Tag in Dusidorf

Sanjeev Bhanot erklärt den Teilnehmern beim Yoga-Tag in der Schmitthalle die Übungen.

Sanjeev Bhanot erklärt den Teilnehmern beim Yoga-Tag in der Schmitthalle die Übungen.

Duisdorf. Viele Neugierige kommen zum Internationalen Yoga-Tag in der Duisdorfer Schmitthalle. Bonner Schulen haben mittlerweile immer größeren Zulauf.

Auf der Suche nach dem Glück – oder zumindest einem Stückchen davon. Auf großes Interesse stieß am Sonntag der 3. Internationale Yoga-Tag, den die Deutsch-Indische Gesellschaft in der Schmitthalle ausgerichtet hatte.

Drei Yogaschulen aus gaben kostenlos Einblicke in ihre Kursangebote. Schon der erste Programmpunkt ließ 30 neugierige Teilnehmer in die indische Lehre eintauchen: „Meditation mit Kundalini-Erweckung“ hieß es da. Alle machten es sich auf Matten gemütlich. Bevor Bärbel Arestov vom Verein Sahaja Yoga mit den Übungen begann, gab die Yogalehrerin noch eine Einführung.

So erklärte sie den Kursteilnehmern, dass ein Glückserlebnis aus einem Zustand der Freude entsteht – alles aus dem Inneren heraus. Das Problem: Die menschlichen Gedanken befassen sich immer mit der Vergangenheit oder der Zukunft, „setzen sich aber nie mit der Gegenwart auseinander“, sagte sie.

So bestehe die Kunst des Abschaltens darin, genau in den mittleren Kanal der Gegenwart zu kommen. „Das Ziel ist es, in unsere Mitte zu finden, damit sich alle Chakren öffnen. Das ist der Zustand, nach dem wir uns sehnen“, so Arestov und erklärte dann noch, dass mit Chakren die verschiedenen Energiezentren im Körper gemeint seien. Bei der Kundalini-Erweckung werde jene Energie geweckt, die im Rücken entlang der Wirbelsäule fließt.

„Das ist eine Übung für Fortgeschrittene“, meinte Karl Eulner, Leiter der Schule Yoga Vidya Bonn. Salome Riegel zählt zu diesen Fortgeschrittenen: Die 22-jährige Volkswirtschaftsstudentin meditiert jeden Morgen und ist an dem Tag nach Duisdorf gekommen, um neue Yogaformen kennenzulernen.

„Yoga ist für mich sehr wichtig. Die Entspannung hilft einem, die Balance im Alltag zu finden. Man fühlt sich ausgeglichener“, sagte Riegel, tauchte in die Meditation mit Kundalini-Erweckung ein und ließ auch das nächste Programm „Yog Nidra“ nicht aus.

Auch die Yogaschule Yoganjuly.com war vor Ort, um einige 30- bis 45-minütige Programme anzubieten. Gleich zweimal gab es „Lach-Yoga“, bei dem das grundlose Lachen im Mittelpunkt steht. Ziel ist es dabei, dass ein zunächst künstliches Lachen auf einmal echt wird.

Besonders für Anfänger geeignet war auch der Kurs „Atemübungen und Meditation“. Der sei besonders beliebt bei Studenten zur Stressvermeidung, meinte Eulner. Auf einen „Body Scan“ – eine Entspannungstechnik – folgte die „Liebevolle Güte“, bei der man sich einen Menschen vorstellt, mit dem man liebevoll verbunden ist, bevor die Übung mit einer Atembeobachtung und dem sogenannten „Loslassen“ fortgesetzt wird.

Entspannen mit Yoga ist bei den Bonnern in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden: „Wir haben viele Yoga-Zentren in Bonn, und es wächst immer noch“, sagte Eulner. Allein zu Yoga Vidya Bonn kommen in der Woche 150 bis 200 Teilnehmer. „Viele Menschen sind von der Arbeit gestresst. Hier können sie ausatmen, der Körper wird zur Ruhe gebracht“, sagt Eulner.