Nach vier Jahren Pause

Das Traditionsgasthaus Waldau hat wieder geöffnet

Das Traditionsgasthaus Waldau hat wieder geöffnet

Das Traditionsgasthaus Waldau hat wieder geöffnet

Ippendorf. Mit Gästen aus Politik und Vereinen haben die neuen Pächter das Traditionshaus Waldau eröffnet. Das schöne Wetter lockte am Sonntag zahlreiche neugierige Gäste auf den Venusberg.

Das über seine gesamte Breite hell erleuchtete "Gasthaus Waldau" bot am Samstagabend endlich wieder den lange herbeigesehnten Anblick des ehemals gut besuchten Traditionshauses. "Wir haben es nun ganz bewusst ‚Gasthaus‘ genannt", sagte Miteigentümer und Koch Thomas Hermann, "weil wir in Zukunft nicht nur mit Kaffee und Kuchen, sondern auch mit unserer Speisekarte glänzen wollen."

Nach wenigen Tagen Probelauf verköstigte sein zehnköpfiges Team rund 150 geladene Gäste, darunter Oberbürgermeister Ashok Sridharan, sowie Vertreter von Vereinen und Freunde der neuen Pächter Thomas Hermann und Lydia Lohmeier. Das bewährte Team aus Lohmeyers Restaurant "Dacapo" soll nun zum Glücksfall für die bald vier Jahre brach gelegene Gastronomie an einem der attraktivsten Ausflugsorte Bonns werden.

Als Hermann wegen der Sanierung der Beethovenhalle das "Dacapo" schließen musste, hatte er sich 2016 kurz entschlossen dafür entschieden, mit seiner kompletten Mannschaft in Köln eine weitere Dependance des StäV ("Ständige Vertretung") der Bonner Gastronomen Drautzburg und Grunert in Köln zu eröffnen.

Doch trotz exponierter Lage am Rudolfplatz, war man nach einem halben Jahr gezwungen, die Kölsch-Kneipe wieder aufzugeben. "Das war der falsche Ort. Die Kölner Ringe sind Partymeile und hatten für uns ein eher schlechtes Publikum", resümiert Hermann rückblickend. Als dann die Brüder Rainer und Heinz-Egon Abels als neue Besitzer der Waldau an ihn herantraten und das Lokal zur Pacht anboten, mussten Hermann und Lohmeier nicht lange überlegen.

Auch für den Friesdorfer Hermann war die Waldau immer schon ein positiv besetzter Ort. Auch er erinnert sich noch gut an Ausflüge zum Spielplatz mit anschließendem Kaffee und Kuchen "auf der Waldau". Seit mehr als 20 Jahren fährt er jeden Heiligabend mit Familie und Freunden zum Wildgehege, um dort mit Gitarre, Glühwein und Keksen den Beginn des Weihnachtsfests zu feiern. Ob dies auch in diesem Jahr so sein wird, steht noch in den Sternen.

Der Zuspruch, den Hermann in den wenigen Tagen vor der offiziellen Eröffnung erfahren hat, drückt sich auch schon in den vielen Reservierungen für Saal und Restaurant mit bis zu 200 Plätzen aus. Damit wurde schnell deutlich, wie sehr die Bonner "ihre" Waldau vermisst haben. "Eigentlich war der Leerstand hier oben eine wirkliche Katastrophe", fasst Georg Goetz, Stadtverordnete für den Venusberg/Ippendorf die lange Zeit ohne Restauration zusammen.

"Vor allen Dingen an Tagen wie diesen, wo die Sonne scheint und alle Leute hier Wildgehege und Spielplatz besuchen, wurden wir immer wieder gefragt, wann denn endlich wieder das Restaurant öffnet." Jetzt ist es so weit: Mittwoch bis Samstag von 11 bis 24 Uhr und am Sonntag können die Gäste dort bereits ab 10 Uhr brunchen. Und an den ersten Tage kamen die Gäste schon in Scharen.