Dance World Cup

Bonner bringen Gold aus Bukarest mit

Spitzentänzer: Nils Hackenbracht und Shanice Haghgu bei ihrem Pas de Deux, der ihnen in Bukarest Gold eingebracht hat.

Spitzentänzer: Nils Hackenbracht und Shanice Haghgu bei ihrem Pas de Deux, der ihnen in Bukarest Gold eingebracht hat. FOTO: SENERGYDIGITAL

BONN/BUKAREST. Manchmal finden sich Glück und Können genau zur richtigen Zeit. Und so startete die Geschichte von Nils Hackenbracht und Shanice Haghgu vor ungefähr einem Jahr. Da taten sich der 15-jährige Venusberger und die 14-jährige Brüser Bergerin zusammen, um künftig als Duo an ihrer Tanzkarriere zu arbeiten.

Bis zu fünf Mal pro Woche trainierten sie und errangen Anfang Juli einen großen Erfolg: Beim Dance World Cup in Bukarest ertanzten sie sich mit ihrem Pas de Deux aus der Ballettoper "Le Corsaire" die Goldmedaille in der Juniorenkategorie Ballett Duo/Trio. Und setzten sich gegen 23 andere Tänzer durch.

Der Vater von Shanice, Hamid Haghgu, ist immer noch überwältigt, wenn er an die aufregende Woche in Rumänien zurückdenkt: "Es war alles super organisiert, der Zeitplan ist perfekt eingehalten worden." Immerhin hatten sich in einem großen Hotel 3000 internationale Tänzer zwischen sechs und 17 Jahren eingefunden, um die besten ihrer Klassen zu ermitteln. Dem Wettbewerb in Bukarest waren schon anstrengende Vorentscheide im Heimatland vorausgegangen. Neben Nils und Shanice schickte ihre Ballettschule International weitere Gruppierungen zum Dance World Cup. So bestand die Delegation aus Bonn aus rund 40 Tänzern sowie 60 Eltern und Betreuern. Es gab zwei weitere Goldmedaillen; für die Mini-Ballett-Gruppe (bis zehn Jahre) und im Bereich Kinderduo/Trio Ballett für Carolin Inhoffen, Fiona Schmitz und Elisa Bisek. Außerdem steuerten die Bonner in den Disziplinen Charakter, Modern und Jazz sechs silberne und zwei bronzene Medaillen für die deutsche Mannschaft bei. Diese lag in der Länderwertung hinter England, Spanien und Portugal auf Platz vier. "Neben den Wettkämpfen haben die Kinder und Jugendlichen großen Spaß daran gehabt, andere Teilnehmer kennenzulernen", sagt Hamid Haghgu. Seine Tochter habe Kontakte zu einer bulgarischen Tänzerin aus Sofia geknüpft, stehe weiterhin mit ihr in Kontakt und wolle nächstes Jahr vielleicht dorthin zu einem Workshop fahren.

2016 findet der Dance World Cup in Jersey statt - Nils Hackenbracht und Shanice Haghgu würden gerne wieder um den Sieg mittanzen.