Bauprojekte

Bauernhof weicht Wohnungen in Lengsdorf

Bauplatz eins: Für den Neubau am Ende der Lengsdorfer Hauptstraße werden derzeit ein alter Bauernhof und das Nachbarhaus abgerissen.

Bauplatz eins: Für den Neubau am Ende der Lengsdorfer Hauptstraße werden derzeit ein alter Bauernhof und das Nachbarhaus abgerissen.

Lengsdorf. An der Hauptstraße in Lengsdorf sollen bis 2020 zwei Wohnprojekte realisiert werden. Ingesamt sind 50 Wohnungen und fünf Reihenhäuser geplant.

Ein derart großes Neubaugebiet wie die Grächt zwischen Provinzialstraße und Autobahn 565, wo vor knapp zehn Jahren 500 Menschen eine neue Heimat fanden, wird es in Lengsdorf wohl nie mehr geben. Dennoch wird der Ort weiter wachsen können, denn an der Lengsdorfer Hauptstraße sind zwei kleinere Bauprojekte in Planung. An beiden Standorten können insgesamt rund 50 neue Wohnungen und fünf Reihenhäuser entstehen. Die Fertigstellung ist jeweils für das Jahr 2020 geplant.

Bauplatz eins liegt am Ende der Lengsdorfer Hauptstraße, in dem als Sackgasse ausgewiesenen Bereich: Dort werden derzeit ein früherer Bauernhof und ein weiteres Wohnhaus abgerissen. Die Abbrucharbeiten haben am Montag begonnen, bis Anfang Dezember sollen die Gebäude flach liegen. Die RheinmaX GmbH & Co KG, eine Tochter des Beueler Unternehmens RheinHaus, will dort ein dreigeschossiges Gebäude mit Staffelgeschoss, Tiefgarage und 1800 Quadratmetern Wohnfläche errichten. Die Höhe des Neubaus wird sich an den Nachbargebäuden orientieren. Eine Bauanfrage für die 28 Eigentumswohnungen ist von der Stadt positiv beschieden worden.

Keine Eile

„Aber nach dem Abriss ruhen die Arbeiten erst mal“, kündigen die Rheinmax-Geschäftsführer Holger Nemitz und Jürgen Schneider auf Anfrage des GA an. Da ein Haus bis vor kurzem noch von einer älteren Dame bewohnt war, die lebenslanges Wohnrecht hatte, habe man bei der Erstellung des Bauantrags bisher keine Eile haben müssen. Die Unterlagen sollen nun Anfang 2018 zusammengestellt und beim Bauordnungsamt eingereicht werden. „Wenn es gut läuft, gehen die Bauarbeiten dann im Herbst 2018 los“, kündigen Nemitz und Schneider an.

Einen kleinen Teil des Grundstücks, das bis an den Lengsdorfer Bach reicht, hat das Unternehmen an die Stadt Bonn verkauft. Diese teilte dem Planungsausschuss jetzt aktuell mit, dass sie für die geplante Renaturierung des Bachs einen Förderantrag einreichen wolle, „da in diesem Bereich die Flächen aufgrund von Erwerb oder Nutzungsvereinbarungen verfügbar sind“.

Eigentlich war die Umsetzung bereits ab 2013 geplant gewesen, scheiterte aber an den Eigentumsverhältnissen. Für die Renaturierungspläne des Baches gibt es bereits Planungsrecht, das aber 2019 verfällt. Insofern ist bei der Stadt Eile geboten, um die auch von den Lengsdorfer Bachfreunden erwartete Maßnahme zu beginnen.

Areal des früheren Edeka-Marktes

Bauplatz zwei für Neubauten ist eine 2600 Quadratmeter große Fläche, die sich von der Lengsdorfer Hauptstraße bis zur Straße Im Mühlenbach zieht. Es handelt sich um das Areal des früheren Edeka-Marktes und des Nachbarhauses (gegenüber dem Heimatmuseum), das sich auf der anderen Seite bis zum Getränkehandel Im Mühlenbach zieht. Auch hier steht bereits eine positive Bauvoranfrage im Raum, geplant sind 20 Eigentumswohnungen und fünf Reihenhäuser. Mitte nächsten Jahres soll der Abriss der vorhandenen Altgebäude beginnen, gleichzeitig will man mit dem Vertrieb des neuen Wohnraums starten.

Viel mehr als das kann die Eigentümerin, die Pareto GmbH aus Köln, aber noch nicht sagen. „Es gibt bisher nur eine grobe Planung, alles Weitere ist noch unklar und passiert in den nächsten Wochen“, erklärte eine Sprecherin des Unternehmens dem GA. Ins Auge gefasst ist eine neue Gesamtwohnfläche von 2500 Quadratmeter.