Umleitung wegen Kanalbau

Autofahrer ignorieren Verkehrsführung in Lengsdorf

Genau das ist nicht mehr erlaubt: Aber zahlreiche Autofahrer, die von der Lengsdorfer Hauptstraße kommen, biegen weiter nach links in die Frechengasse ab.

Genau das ist nicht mehr erlaubt: Aber zahlreiche Autofahrer, die von der Lengsdorfer Hauptstraße kommen, biegen weiter nach links in die Frechengasse ab.

Lengsdorf. Der Kanalbau in Lengsdorf hat begonnen, die Umleitung für Autofahrer besteht seit fast zwei Wochen, und doch ist noch längst nicht alles gut. Nach wie vor ignorieren die Autofahrer Absperrungen und Verkehrsführungen.

Vor allem am Ende der Lengsdorfer Hauptstraße ist das zu beobachten. Dort biegen immer wieder Autos nach links in die Frechengasse ab, obwohl ein Schild das untersagt, weil Busse die enge Straße nutzen und es dann sehr eng werden kann.

Das Tiefbauamt weiß, dass es verbotswidriges Linksabbiegen gibt, teilte das städtische Presseamt mit. An der Kanalbaustelle Lengsdorfer Hauptstraße und an der Umleitung wird dennoch nichts geändert, so die Auskunft. Denn wenn eine neue Verkehrsführung eingerichtet wird, dauere es, bis sie sich etabliere, so die Erklärung der Stadt.

Der Vorsitzende des Ortsfestausschusses, Christoph Schada, berichtet, dass an der Ecke Frechengasse/Lengsdorfer Hauptstraße inzwischen ein Teil der gepflasterten Straße abgesackt sei. „Die enorme Belastung des gesamten Durchgangsverkehrs durch die Frechengasse hat der Fahrbahn an dieser Stelle zugesetzt“, sagte er. Die Busse und der Schwerlastverkehr, der seit zwei Wochen diese Umleitungsstrecke fahre, habe wohl dazu beigetragen. Bei starken Regenfällen entsteht laut Schada dort auch eine größere Pfütze.

Die Stadt teilte dagegen mit, von einer solchen Absackung der Fahrbahn sei ihr nichts bekannt. Auch die Stadtwerke sehen in der Umleitung der Buslinien 604/605 keine Probleme. Am Donnerstagmorgen habe sich ein kleinerer Unfall ereignet, als ein vor dem Bus fahrendes Auto zurücksetzte, um einem anderen Wagen Platz zu machen und dabei den Bus touchierte, berichtete eine Sprecherin der Bonner Stadtwerke. „Das war aber im Grunde nur ein Kratzer.“ Weiterhin kritisch beobachtet Schada dagegen die Verkehrssituation in der Frechengasse. Hier hätten sich schon viele heikle Situationen ergeben, ist die Beobachtung des OFA-Vorsitzenden, der dort auch selbst wohnt.

Auch in der engen Uhlgasse sei die Verkehrssituation weiterhin sehr angespannt. „Die als Umleitung gekennzeichnete Anwohnerstraße ist der enormen Verkehrsbelastung einfach nicht gewachsen“, findet er. Hinzu komme die Tatsache, dass es durch den Wegfall von Parkplätzen auf dem Lengsdorfer Dorfplatz und in der Lengsdorfer Hauptstraße innerörtlich zu verstärktem Wildparken gekommen sei.