Sportanlage

1. FC Hardtberg eröffnet neuen Kunstrasenplatz

Symbolischer Anstoß von OB Ashok Sridharan (von links), Bernd Schmidt, Christian Trützler und Christos Katzidis zwischen den Mannschaften von Rot-Weiß Dünstekoven (links) und 1. FC Hardtberg.

Symbolischer Anstoß von OB Ashok Sridharan (von links), Bernd Schmidt, Christian Trützler und Christos Katzidis zwischen den Mannschaften von Rot-Weiß Dünstekoven (links) und 1. FC Hardtberg.

Medinghoven. Der 1. FC Hardtberg kann endlich auf seinem neuen Kunstrasenplatz am Wesselheideweg spielen. Am Wochenende wurde die Eröffnung mit OB Ashok Sridharan gefeiert. Einige Wünsche sind jedoch noch offen.

Einen ganzen Nachmittag lang gab es überwiegend zufriedene und glückliche Gesichter rund um den neuen Kunstrasenplatz am Wesselheideweg. Am Samstag wurde er mit einer Verspätung von einem Jahr mit einem großen Fest eröffnet. Nach dem klangvollen Auftritt des Spielmannszuges Rot-Weiß Duisdorf reichten sich Oberbürgermeister Ashok Sridharan, der stellvertretende Bezirksbürgermeister Christian Trützler und Bernd Schmidt, der Vorsitzende des 1. FC Hardtberg, nacheinander das Mikrofon zur Begrüßung der weit über hundert Gäste und ebenso vielen Spielern aller Altersgruppen.

„Es ist der 20. Kunstrasenplatz, den wir einweihen und es ist der erste in diesem Jahr. Er wird aber nicht der letzte bleiben“, sagte Sridharan. Es würden weitere Plätze hinzukommen und man wolle weiter in den Sport investieren. Dabei sei die Sportanlage des FC Hardtberg eine besonders wichtige. Der Applaus kam nicht nur von Stefan Günther, dem Leiter des Sport- und Bäderamtes und den ebenfalls anwesenden Fußballfunktionären Alfred Vianden, dem Präsidenten des Fußballverbandes Mittelrhein und dem Bonner Fußballkreisvorsitzenden Jürgen Bachmann sowie dem Landtagsabgeordneten Christos Katzidis (CDU), sondern auch von der neuen Kultur- und Sportdezernentin der Stadt, Birgit Schneider-Bönninger.

Einige Anlaufschwierigkeiten

Der Nachfolgerin von Martin Schumacher, die im März ihr Amt angetreten hat, gab Sridharan über die Lautsprecheranlage den Tipp, ruhig hervorzutreten und sich nicht zu verstecken: „Sie müssen hier in die Mitte kommen, damit die Menschen sie auch wahrnehmen.“ Der Oberbürgermeister freue sich, nun die „weit über eine Million“ teure Anlage eröffnen zu können, obwohl es „einige Anlaufschwierigkeiten“ gegeben habe. Insbesondere bedankte er sich für das große Engagement des Vereins bei der Planung und Gestaltung des neuen Platzes sowie der Finanzierung der Beleuchtungsanlage, deren Kosten von 20.000 Euro der FC Hardtberg getragen habe. Er wünschte dem Verein, dass er weiterhin eine so große Talentschmiede bleibe, wie er es seit seinen Anfängen schon war. Sridharan erinnerte daran, dass auf diesem Platz schon Hannes Bongartz und Bodo Illgner gespielt hätten.

Christian Trützler, Stellvertreter der erkrankten Bezirksbürgermeisterin Petra Thorand, dankte Verein, Spendern und Sponsoren, die dazu beitrügen, dass „hier Gemeinschaft gelebt werden kann“. Schmidt betonte in seiner Begrüßung, dass der Verein stolz darauf sei, nun auf dem neuen Platz spielen zu können. Er erwähnte auch, dass es neben der hohen Eigenleistung des Vereins und vielen kleineren Sponsoren, insbesondere auch der VR-Bank und der Sparkasse Köln-Bonn zu verdanken sei, dass man neben dem neuen Kunstrasenplatz noch ein zusätzliches kleines Spielfeld errichten konnte.

Einige Wünsche sind noch offen

Allerdings seien noch einige Wünsche offen. Die leidigen blauen Linien sollten ebenso verschwinden, wie auch die Eckfahnen in stabile Hülsen gesteckt werden müssten. Auch die erst kürzlich seitens der Stadt vorgenommene, erneute Vermietung der ehemaligen Hausmeisterwohnung an Flüchtlinge sollte noch einmal überdacht werden. Mit seinen 396 Mitgliedern, von denen etwa 90 Prozent einen Migrationshintergrund hätten, leiste der Verein bereits eine erhebliche und unterstützungswürdige Integrationsarbeit. Dafür brauche sein Verein auch einen Besprechungsort am Platz.

Zudem sei es wünschenswert, so Schmidt, dass sich die Stadt auch außerhalb eines OB-Besuchs um die Pflege der Anlage kümmern könnte. Währenddessen machte der Oberbürgermeister den Anstoß zum Eröffnungsspiel zwischen der F-Jugend des 1. FC Hardtberg und Rot-Weiß Dünstekoven.