Event im Juni

„Rock im Tal“ soll Derletalfest attraktiver machen

Duisdorf. Das traditionelle Derletalfest geht am Samstag, 2. Juni, in seine 34. Auflage und kommt mit etlichen Neuerungen daher. Dabei müssen alle Teilnehmer zusammenrücken, denn die obere Talwiese entfällt als Veranstaltungsfläche.

Neu ist auch der Termin, der weit vor Beginn der Sommerferien liegt und auch mit Spielen der Fußball-WM nicht kollidieren kann. „Ich finde es wichtig, nach so langer Zeit mal ein paar Neuerungen einzuführen“, sagte Bezirksbürgermeisterin Petra Thorand am Montag bei der offiziellen Vorstellung des Programms, das Thomas Uhlich und Dennis Schreiner zusammengestellt haben. Dass die obere Wiese als Veranstaltungsfläche diesmal wegfällt, findet Thorand nicht tragisch. „Dann sind auch die Wege nicht so lang“, meinte sie.

Alles konzentriert sich 2018 also mehr oder weniger auf der unteren Talwiese. Dort sollen sich sowohl die Hardtberger Ortsvereine präsentieren, Bierbuden und Grillstände aufbauen, als auch die Schulen und Jugendeinrichtungen ihren Platz finden, wobei die Spiel- und Aktionsstände im hinteren Teil der unteren Wiese zu finden sein werden (also in Richtung des unteren Teiches).

Im Zentrum des Fests steht die Bühne, ebenfalls auf der unteren Talwiese. Dort wird das „Umsonst & Draußen“-Festival „Rock im Tal“ von 14 bis 23 Uhr stattfinden, bei freiem Eintritt. Dieses Festival, das bis 2016 selbstständig war und fünf Mal am Schützenhaus im Derletal veranstaltet wurde, ist nach einem Jahr Pause nun wieder da – erneut von den bisherigen Ehrenamtlichen aus Duisdorf organisiert, aber diesmal unter dem Dach der städtischen Derletal-Organisation, die auch das finanzielle Risiko abdeckt.

"Etwas für jeden Geschmack"

„Wir sind froh, „Rock im Tal“ in diesem Rahmen ausprobieren zu können“, sagte Schreiner bei der Programmpräsentation und versprach: „Bei den sieben Bands ist für jeden Geschmack etwas dabei.“ Erst am Abend werde die Musik rockiger und härter. In den Umbaupausen der Bands gibt es Vorführungen auf einer Aktionsfläche vor der Bühne.

Mit „Rock im Tal“ soll das Derletalfest vor allem für Jugendliche und junge Erwachsene attraktiver werden. Dies umso mehr, als es die Hardtberger Jugendwoche nicht mehr gibt. Sie fand im vorigen Jahr noch statt, hatte aber kaum noch Resonanz und wird 2018 eingestellt. Angebote der Jugendwoche sollen sich beim Derletalfest wiederfinden. Ein besonderer Anziehungspunkt soll zum Beispiel die Circusschule Don Mehloni mit ihren Vorführungen und Mitmachaktionen sein.

Die zweite Bühne, die bisher immer auf der oberen Talwiese stand, wird diesmal auf der Wiese zwischen den Kleingärten in Höhe der beiden oberen Teiche aufgebaut. Auf ihr sorgen Schülerbands, Jugendzentren und unterschiedliche Tanzgruppen von 14 bis 20 Uhr für Unterhaltung.

Was bleibt also bestehen angesichts dieser Änderungen? Das sind die familienfreundlichen Preise, denn ein Bier kostet zwei Euro (0,3 Liter), alkoholfreie Getränke sogar nur einen Euro (0,3 Liter). Da mehrfach verwendbare Trinkbecher zu benutzen sind, wird zusätzlich ein Euro Pfand je Becher erhoben. Damit die Vereine spülen können, versorgt das Technische Hilfswerk das Derletal mit Trinkwasser. Ansonsten ergeht der wichtige Hinweis: Es besteht Glasverbot im Derletal, Besucher werden gebeten, keine Flaschen aus Glas mitzubringen.

Essen und Getränke für alle

Auch die Versorgung mit Essen wird durch die teilnehmenden Vereine zu günstigen Preisen sichergestellt. „Es gibt sowohl bei Essen als auch bei Getränken keine kommerziellen Anbieter“, stellte Uhlich klar. Neue Teilnehmer aus der Vereinsfamilie, die erstmals mitmachen, sind die Duisdorfer Funken, die American Footballer vom TB Witterschlick, die Freien Hunnen Bonn und der Förderverein der Kita Zauberkiste. Rund um den unteren Teich ist die „Bundeswehr zum Anfassen“ vertreten.

Im Vorfeld des Fest hatten sich alle Beteiligten an einen Tisch gesetzt und Ideen ausgetauscht. Auch der Ortsfestausschuss war involviert, dessen angeschlossenen Vereine teilweise nicht mehr teilgenommen hatten. Auch die Zahl der Besucher hatte im Laufe der Jahre immer weiter abgenommen.

Wie die Stadt mitteilte, betragen die Gesamtausgaben für das Derletalfest unverändert rund 25 000 Euro. Finanziert werden könne die Veranstaltung nur dank der großzügigen Unterstützung von Gewerbetreibenden und Geldinstituten, vergisst die Stadt nicht zu erwähnen.

Geworben wird für das Fest mit mehreren großen Spanntransparenten, 350 Din-A2-Plakaten und 140 Litfaßsäulen-Plakaten. 10 000 Programm-Faltblätter liegen in den Geschäften und im Hardtberger Rathaus aus.