Förderzentrum Psychomotorik Duisdorf

„Kletterdschungel“ in Bonn macht jungen Menschen Spaß

Der „Kletterdschungel“ macht auch Erwachsenen Spaß. Und das sind Fördervereins-Geschäftsführer Rudolf Lensing-Conrady (sitzend), der sein Amt an Hans-Jürgen Beins (rechts) übergab. Von hinten schaut Hartmut Hoster zu, der schon 25 Jahre als Vorsitzender im Amt ist.

Der „Kletterdschungel“ macht auch Erwachsenen Spaß. Und das sind Fördervereins-Geschäftsführer Rudolf Lensing-Conrady (sitzend), der sein Amt an Hans-Jürgen Beins (rechts) übergab. Von hinten schaut Hartmut Hoster zu, der schon 25 Jahre als Vorsitzender im Amt ist.

Duisdorf. Der Förderverein Psychomotorik bekommt ein neues Sportgerät, das bei den jungen Leuten toll ankommt. Es wurde jetzt eingeweiht - und der langjährige Geschäftsführer Rudolf Lensing-Conrady verabschiedet.

Gründe zu feiern hat der mit seinem Förderzentrum in Duisdorf ansässige Förderverein Psychomotorik dieser Tage genug: Es gibt Ehrungen, personelle Wechsel, Jubiläen und Danksagungen. Aber für die Nutzer – nämlich die Kinder – wird das alles überlagert von dem neuen „Kletterdschungel“, der jetzt in einen Nebenraum des Förderzentrums eingebaut wurde.

Es handelt sich um vier mal sechs Meter große Gruben, die mit 1200 Schnitzelpolstern gefüllt sind. Hier kann man toben, sich verstecken oder sich an Seilen und Sprossenleitern über die beiden gepolsterten Gruben hangeln, ohne sich verletzen zu können. Im Förderzentrum steht dieses neue Angebot für alle Sinne jetzt in einem selten genutzten Raum für Einzeltherapie und macht den Nutzern eine Menge Spaß.

Wofür man normalerweise viel Geld auf den Tisch legen müsste, das bekam der Förderverein sogar kostenlos. Der „Kletterdschungel“ stand ursprünglich in einer Seniorensportanlage des TSV Reutlingen. „Aber bei den Senioren kam das nicht an und wurde deshalb auch nicht genutzt“, berichtet Rudolf Lensing-Conrady.

Ehrungen und Festakt

Der langjährige Geschäftsführer des Fördervereins bekam das Angebot, es zu übernehmen und holte den „Kletterdschungel“ in Einzelteile zerlegt in Süddeutschland ab. In Duisdorf wurde er wieder aufgebaut, und der Effekt war gleich ein anderer als bei den Senioren: „Die Kinder haben einen totalen Spaß damit, auch vorsichtig agierende Kinder. Sie beginnen sofort damit, eine Dschungelgeschichte zu spielen.“

Gebaut wurde das Gerät vom Sportgerätehersteller Benz, mit dem der Bonner Förderverein schon lange Kontakt pflegt und mit ihm gemeinsam auch neue Psychomotorik-Sportgeräte entwickelt hat. Auch der „Kletterdschungel“ war ein Prototyp. „Und der Hersteller ist auf uns zugekommen und hat gefragt, ob wir ihn haben möchten“, so Lensing-Conrady. Man sagte natürlich sofort zu. Die Wände des Raums wurden allerdings vorher noch mit viel Farbe verschönert – von der Bonner Künstlerin Delia Kroll.

Ansonsten standen bei der Einweihung des „Kletterdschungels“ noch Ehrungen und ein Festakt auf der Tagesordnung. Lensing-Conrady geht nach 30 Jahren als Geschäftsführer in den Ruhestand und übergab seinen Posten Hans-Jürgen Beins, der bisher als Leiter der Rheinischen Akademie für Psychomotorik fungiert und die neue Aufgabe zusätzlich übernimmt.

Lensing-Conrady wird sich dennoch weiter im Verein engagieren, kündigte er an. Ebenfalls geehrt wurde der Erste Vorsitzende des Fördervereins, Hartmut Hoster. Der 80-Jährige hat diese Aufgabe seit 25 Jahren inne und wird auch weiter zur Verfügung stehen. Außerdem erinnerte man am jährlichen „Kiphard-Tag“ an den Gründer der deutschen Psychomotorik, ohne den es dieses besondere Bewegungsangebot nicht geben würde (siehe Artikel links).