Probleme in Bonn Überfüllte Busse lassen Schüler in Ippendorf stehen

Symbolfoto

Ippendorf. In Ippendorf sind Schüler von überfüllten Bussen an der Haltestelle stehengelassen worden. Den Stadtwerken ist das Problem der überfüllten Busse bewusst. Sie geben den Fahrgästen Ratschläge.

Noch keine Woche fährt Thomas Kiechles zehnjähriger Sohn von Ippendorf zu seiner neuen Schule, dem Beethovengymnasium in der Innenstadt, da macht er schon unangenehme Bekanntschaft mit den Tücken des öffentlichen Nahverkehrs. Wie sein Vater berichtet, steigt er zusammen mit einem Freund an der Haltestelle "Am Mühlenberg" in die Buslinie 602/603. Abfahrt soll um 7.12 Uhr sein. "Um halb acht rief mich der Sohn an, dass sie immer noch an der Haltestelle stünden, da die letzten drei Busse alle komplett voll waren und sie nicht einsteigen durften", so Kiechle. Er frage sich, ob sich die noch noch recht kleinen Jungs an den Busfahrer wenden sollen, ob im Moment weniger Busse im Einsatz sind oder dies Normalzustand ist?

Das Verbesserungsmanagement der zuständigen Stadtwerke (SWB) bestätigt, das am Dienstagmorgen auf der Linie 602 eine Fahrt ausfallen musste, weil sich der Fahrer kurzfristig krank gemeldet habe. "Röttgen ist ein ständig wachsender Stadtteil, der bisher nur von diesen beiden Linien angefahren wird. Hier würde es wenig helfen, den Busfahrer anzusprechen", so die Auskunft. Denn der Busfahrer müsse zur Sicherheit der Fahrgäste entscheiden, ob noch Platz für weitere Passagiere ist.

Allerdings käme es sehr häufig vor, dass Fahrgäste im Türbereich stehenbleiben und nicht in die Gänge durchrücken. "Dann wird den Schülern nichts anderes übrigbleiben, als sich noch Platz zu schaffen. Vielleicht hilft es, den Ranzen vom Rücken nehmen", raten die Stadtwerke.

Zur Startseite