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25 Jahre Deutsche Aidsstiftung
"Es gibt noch viel zu tun"
Von Edda Görnert
BONN. "Wir haben in Deutschland große Erfolge im Kampf gegen AIDS erzielt", konnte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen AIDS-Stiftung, Dr. Christoph Uleer, bereits zu Beginn seiner Rede verkünden. Die Stiftung bürgerlichen Rechts feierte am Donnerstag im LVR-Landesmuseum sein 25-jähriges Jubiläum.
25 Jahre Aids-Stiftung feiern (von links) Christoph Uleer, Rainer Ehlers, Ulrich Heide, Rita Süssmuth, Daniel Bahr, Reinhold Schulte und Lothar Altringer im Landesmuseum. Foto: Roland Kohls
In Deutschland lebten zurzeit 73.000 Menschen, die mit dem HI-Virus infiziert sind. Ein Erfolg aus Uleers Sicht: Denn dies bedeute, dass lediglich 0,1 Prozent der Bevölkerung mit der lebensbedrohlichen Krankheit infiziert seien. In Frankreich beispielsweise lebten vier Mal so viele Infizierte wie in Deutschland.
Ulrich Heide ist seit Anfang an der geschäftsführende Vorstand der Stiftung und setzt sich nach eigenem Bekunden mit Begeisterung für die Arbeit der Organisation ein: "Wir möchten die Krankheit bekämpfen, nicht die Kranken." Trotz der vergleichsweise positiven Zahlen ist Heide der Meinung, dass "noch viel zu tun" sei.
Viele Betroffene seien Opfer von Diskriminierung. So ergab eine Umfrage, dass 77 Prozent der befragten Erkrankten im Vorjahr Diskriminierungserfahrungen aufgrund ihrer Krankheit erlebt haben. 20 Prozent der Befragten gaben sogar an, dass ihnen aufgrund der HIV-Infektion medizinische Behandlungen verweigert worden seien, beispielsweise beim Zahnarzt.
Ein positives Resümee zog unterm Strich Rainer Ehlers nach 25 Jahren Aids-Stiftung. Er hatte die Organisation im Jahre 1987 aufgebaut, um HIV-positiven und an Aids erkrankten Menschen in materieller Not zu helfen und Projekte für Betroffene in Deutschland und Afrika zu gestalten. Bereits 72.000 Anträge kann er seit Gründung der Organisation verzeichnen. "Die Not ist riesig. Wenn an einer Stelle geholfen werden kann, ist das toll", so der Stiftungsgründer.
Artikel vom 07.09.2012
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