Quartier der Stadtsoldaten

Ein Zeughaus mit edler Brauhaus-Atmosphäre

BONN.  Ein Wow-Effekt stellt sich ein, wenn Besucher das renovierte Zeughaus des Bonner Stadtsoldaten-Corps von 1872 an der Endenicher Straße betreten. Das sanierte Erdgeschoss erinnert nun an ein Brauhaus.
Hell und freundlich mit edlem Touch: das renovierte Zeughaus der Stadtsoldaten. Foto: voobu

Indirekte Beleuchtung setzt die Kommandanten- und Ordensgalerie der Karnevalisten in Szene und sorgt für eine besondere Atmosphäre. Dazu passen die Tische und Bänke in edlem hellem und dunklem Holz.

Die Theke bekam eine neue Verkleidung und die Kühlung wurde ebenfalls erneuert. "So mancher Verein könnte schon neidisch werden bei dem Anblick", mutmaßte Max Heier, Pressereferent der Stadtsoldaten, bei der Einweihung der Räume am Sonntag. Allerdings sei es nötig gewesen das Zeughaus zu sanieren. Es entsprach weder den aktuellen Brandschutzverordnungen, noch war die Elektrik in Ordnung.

"Da wir sowieso die Leitungen austauschen mussten, dachten wir uns, dass wir auch gleich gründlich renovieren könnten", erklärte Horst Christmann, der Stuckateurmeister unter den Stadtsoldaten. Zwar blieben die Jecken voll und ganz in ihrem gesteckten Zeitrahmen, aber die eine oder andere Überraschung hielt das alte Gemäuer dann doch parat.

"Als wir die Decke runtergeholt haben, kam darunter massig altes Stroh zum Vorschein", berichtet Heier. "Insgesamt waren es bestimmt 30 Container Schutt, die wir hier herausgetragen haben."

Vieles sei in Eigenleistung geschehen, aber einiges musste auch von Profis erledigt werden. Insgesamt habe der Umbau einen sechsstelligen Betrag verschlungen. "Wir haben die Renovierung durch eigene Mittel sowie durch Spenden finanziert", so Heier. Nützlich waren und sind dabei die Zeughaus-Aktie als auch Stuhlpatenschaften. Weitere Infos dazu unter www.bstc.de.

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