Tödlicher Messerstich in Tannenbusch

Haftbefehl gegen 21-Jährigen

BONN.  Gegen einen 21-Jährigen, der am Donnerstag einen Mann tödlich verletzt haben soll, ist am Freitag Haftbefehl ergangen. Er hatte nach bisherigem Ermittlungsstand gegen 16.30 Uhr einen 26 Jahre alten Mann auf dem Bahnsteig der Haltestelle Tannenbusch-Mitte niedergestochen.
Polizisten riegelten den Bahnhof Tannenbusch-Mitte am Donnerstag nach der Bluttat ab. Foto: Volker Lannert

Das Opfer starb wenig später im Krankenhaus. Oberstaatsanwalt Robin Faßbender teilte mit, dass die Staatsanwaltschaft dem 21-Jährigen Totschlag vorwerfe. Nachdem der Haftrichter am Nachmittag Haftbefehl erlassen hatte, wurde der Mann in die Justizvollzugsanstalt Köln überführt.

Zum Motiv des mutmaßlichen Täters war noch am Unglücksort zu hören gewesen, dass es sich um ein Beziehungsdrama gehandelt haben könnte. Das wollte die Polizei so nicht bestätigen. Oberstaatsanwalt Faßbender dazu: "Die Motivation des Täters wird wohl im privaten Umfeld zu suchen sein."

Zahlreiche Fahrgäste auf dem Bahnsteig waren am Donnerstag offenbar Zeugen der Messerattacke geworden. Daniela Lindemann, Sprecherin der Bonner Polizei: "Einige standen unter Schock." Eine Frau habe ins Krankenhaus gebracht werden müssen. Bevor die Bahnfahrer von der Polizei als Zeugen vernommen werden konnten, habe sich ein Seelsorger um sie gekümmert. Den hatte die Feuerwehr alarmiert.

Wegen der Streckensperrung der S-Bahnlinie, die erst um 20.30 Uhr aufgehoben werden konnte, war es zu erheblichen Verspätungen gekommen, erklärte Stadtwerke-Sprecher Werner Schui. Zwar habe man einen Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Hersel und Tannenbusch/Süd eingerichtet. "Viele der Busse standen jedoch im Stau", so Schui.

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