Messerstecherei in Tannenbusch

26-Jähriger stirbt im Krankenhaus

BONN.  Ein 26-jähriger Mann ist bei einer Messerstecherei in Tannenbusch so schwer verletzt worden, dass er am Donnerstagabend gegen 20 Uhr im Krankenhaus starb.
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Vor Ort wurde medizinische Hilfe geleistet.
												Foto: Volker Lannert

Vor Ort wurde medizinische Hilfe geleistet. Foto: Volker Lannert

Wie die Polizei mitteilte, hatte ein 21-Jähriger das Opfer um 16.30 Uhr auf dem Bahnsteig der Haltestelle Tannenbusch-Mitte, in unmittelbarer Nähe des Einkaufszentrums an der Oppelner Straße, attackiert. Beamte der Einsatzhundertschaft konnten den Tatverdächtigen noch vor Ort festnehmen.

Weil der 21-Jährige Widerstand leistete, setzten die Polizisten Pfefferspray ein. Dabei wurde nach Angaben der Polizei ein Beamter verletzt. Er wurde vor Ort ambulant behandelt. Neben dem Opfer wurde auch eine Frau, die zuvor laut eines Zeugen schluchzend zusammen gebrochen war, mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

Die weiteren Ermittlungen hat eine dafür eingerichtete Mordkommission übernommen. Zum Motiv des möglichen Täters machte die Polizei am Donnerstag keine Angaben. Vor Ort erzählte man sich, dass es sich bei dem Vorfall um eine Familientragödie gehandelt habe. Das allerdings wollte die Polizei nicht bestätigen.

Die Beamten sperrten die Haltestelle während der Spurensicherung, Menschentrauben drängelten sich vor dem Absperrband. Die Bahnen der Stadtwerke Bonn durften die Haltestelle nicht passieren, es wurden Ersatzbusse eingesetzt. Laut SWB kam es dadurch zu Verspätungen. Die Strecke wurde gegen 20.30 Uhr wieder freigegeben.

Update, Freitag, 16.57 Uhr:

Am Freitagnachmittag wurde der 21-jährige Tatverdächtige dem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl wegen des Verdachts des Totschlags. Im Anschluss wurde der 21-Jährige in die Justizvollzugsanstalt Köln überführt. Zur Motivlage ist laut Polizei weiterhin nichts bekannt, die Ermittlungen dauern an.

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