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Tenten-Preis
12.000 Euro für Telefonseelsorge und "Oase"
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BONN. Bereits zum 20. Mal ist in diesem Jahr der Tenten-Preis für soziales Engagement verliehen worden. Preisträger des mit 12.000 Euro dotierten Preises sind die Telefon-Seelsorge Bonn/Rhein-Sieg und der Mittagstisch "Oase" aus Tannenbusch.
Gäste beim Festakt: (von links) Stefan Gebel, Elisabeth Lauer, Heinz Biesenbach, Michael Wüllrich, Agnes Strunk, Manfred Mörsch, Ursula Lehr, Fred Sips und Klaus Jäger. Foto: Max Malsch
Beim Festakt im Tenten-Haus hob der Vorstandsvorsitzender Manfred Mörsch, die Leistungen der Stiftung hervor: Mehr als 300 Bonner können auf deren Unterstützung zählen, seit der Gründung flossen insgesamt über sieben Millionen Euro an bedürftige Privatpersonen und Institutionen.
Höhepunkt des Festaktes war zweifelsohne die kurzweilige Rede von Ursula Lehr, ehemalige Bundesministerin für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit im Kabinett Kohl. Sie begrüßte die "Jugendlichen von gestern und Senioren von morgen" und betonte vor allem die Eigenverantwortung der Senioren. Es gelte, das Alter mit Leben zu füllen und nicht das Leben mit Alter. Vom sozialen Engagement in der Stadt sei sie begeistert.
Die Argumente für die Preisträger waren laut Kuratorium der Stiftung vielfältig: Die Telefonseelsorge mit ihren 90 ehrenamtlichen Helfern sei jedes Jahr für fast 20.000 Menschen eine Anlaufstelle. Die hervorragend geschulten Mitarbeiter "tragen eine große Verantwortung und versuchen Probleme auf Augenhöhe zu lösen".
Der Mittagstisch "Oase" hingegen sei "ein leuchtendes Beispiel für Integration." An zwei Tagen in der Woche können hier Menschen jedes Alters, jeder Konfession und Herkunft ein kostengünstiges Mittagessen bekommen. Besonders Einkommensschwache essen sogar kostenlos.
"Oase, laut Bedeutung ein Zentrum sozialer Entwicklung, sei daher ein sehr treffender Name", so das Kuratorium weiter. Längst habe sich nämlich eine Gemeinschaft gebildet, die weit über das Essen hinausgeht.
Die jeweils 6000 Euro Preisgeld können die Institutionen gut gebrauchen und zeigten sich dementsprechend erfreut und dankbar.
Artikel vom 26.11.2012
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