Drängelgitter und Rutsche fehlen

RÖTTGEN/ÜCKESDORF.  Spielplatz-Rundgang der FDP in Röttgen und Ückesdorf: Kinder sind beim Angebot weniger kritisch als die Eltern.

Eines lässt sich nach den beiden Spielplatz-Besichtigungsterminen, die Joachim Stamp, Generalsekretär der FDP in NRW, am Freitag in Röttgen und am Sonntag in Ückesdorf durchführte, schon sagen: Kinder sind weit weniger anspruchsvoll als ihre Eltern, was die Ausstattung der Spielstätten angeht. Schaukeln, ja, die sollten auf jedem Spielplatz stehen. Ansonsten waren Stamps Töchter Franziska (4) und Katharina (fast 2) und die Kinder, die der Stadtverordnete vor Ort antraf, mit dem zufrieden, was ihnen an Spielmöglichkeiten geboten wurde.

Auf dem Röttgener Spielplatz an der Venantiuskirche fehlt es an einigem - eine Rutsche wurde 2001 durch eine Tischtennisplatte ersetzt - zum Ärger der Eltern. Außerdem fehlt ein Drängelgitter in Richtung Reichsstraße. Der Zustand der geräumigen Fläche könnte sich aber sehr verbessern, wenn die Verwaltung entscheidet, an der katholischen Auferstehungskirche keinen neuen Spielplatz zu errichten.

Die dortigen Geräte wurden abgebaut, weil sie alt waren. "Da habe ich vor 35 Jahren schon dran gespielt", so Stamp. Eine Option der Stadt sei, als Ersatz für den Wegfall dieses Spielplatzes den in der Venantiusstraße auszubauen. Mehr Spielgeräte bedeuten mehr Kinder. Für Nachbar Ulrich Kroker kein Problem: Ihn ärgerten eher die Jugendlichen, die leere Bierflaschen über den Zaun in seinen Garten werfen.

"Auch Jugendliche haben ein Recht, sich zu treffen", meinte Tagesmutter Nicole Heil. Danebenbenehmen sollten sie sich aber natürlich nicht. Heil trauert dem Platz am Herzogsfreudenweg nach, weil es dort einen erhöht gebauten Sandkasten gab, an dem ihre Betreuungskinder auch bei nassem Wetter spielen konnten . Wenn der Spielplatz Venantiusstraße so einen bekäme, würde sie auch dorthin gehen. Oder zum kleinen Spielplatz am Falkenweg, eingerahmt von Wohnhäusern. Auch dort fehlt eine Schaukel, sonst sind die Anwohner aber zufrieden.

Schaukeln und rutschen können Kinder in Ückesdorf auf dem Spielplatz an der Oswald-Achenbach-Straße. Schön versteckt liegt er, eingerahmt von Gebüsch, schwer einsehbar. Da wäre noch viel Platz für einen Ausbau, stellte Stamp fest. Abgesehen von den abgenutzten Bockspring-Stangen sei der Platz aber weitgehend in gutem Zustand. Ausbessern müsse man dagegen einiges auf dem gut einsehbaren Spielplatz am Magdalenenweg, fand Anwohner Ahmed Alkhalaf.

"Hier fehlt ein Baum, der Schatten spendet", sagte er. Die Sonne scheint den ganzen Tag auf den kleinen Platz. Außerdem sei die Sandkasten-Umrandung teils marode. Seine Kinder Kiara (4) und Jamie (18 Monate) fühlten sich dort trotzdem wohl: Wippe, Spielhaus und Klettergerüst, mehr brauchten sie nicht, um Spaß zu haben.

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