Bürgerversammlung in Lessenich

Protest gegen Funkmast verpufft

Lessenich/Messdorf.  Haben die Anwohner des Meßdorfer Feldes in Lessenich und Meßdorf sich innerlich mit der Errichtung einer neuen Mobilfunkantenne durch die Firma Vodafone abgefunden? Diesen Eindruck konnte man am Donnerstagabend bekommen, als bei einer Bürgerversammlung der SPD nur noch ein Dutzend Anwesende miteinander diskutierten.

Im Sommer dagegen waren zu einem Ortstermin noch mehr als 50 empörte Bürger ins Meßdorfer Feld gekommen und hatten gegen die Errichtung des 30 Meter hohen Mastes protestiert. "Das ist schon ein Stück Resignation", räumte ein Bürger ein. Zumal die rechtlichen Mittel gegen die Errichtung des Funkmastes erschöpft sind. Jetzt kann nur noch die Politik das Projekt stoppen, nach mehreren Vertagungen des Themas soll die nächste Beratung Ende November im Umweltausschuss stattfinden. Ratsfrau Gabriele Klingmüller (SPD) hat sich allerdings schon eine Meinung gebildet. "Optisch ist dieser Mast im Meßdorfer Feld eine Verschandelung", sagte sie.

Das finden auch die Anwohner, denn die Störung des Landschaftsbildes ist ihr stärkstes Argument gegen den Funkmast, der auf dem Gelände der Kläranlage entstehen soll. "Wenn dann noch die Pappeln wie geplant gefällt werden, dann haben wir den vollen Blick auf eine Antenne", sagte eine Anwohnerin. Außerdem: Sollte der Mast erst mal genehmigt sein, dürfe Vodafone ihn auch an andere Anbieter untervermieten. "Keiner weiß, was dann noch oben auf den Mast gesetzt wird", meinte ein Bürger. Außerdem gebe es in der Nähe schon zwei weitere Funkantennen auf Hausdächern. Beide seien auch immer wieder ergänzt und vergrößert worden.

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