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Verbrannter Igel
Polizei weist Vorwürfe von Peta zurück
Von Rolf Kleinfeld
LESSENICH. Der Fall des Igels, der im November 2012 in Lessenich bei lebendigem Leibe verbrannt wurde, beschäftigt auch die Tierrechtsorganisation Peta. Diese übt jetzt heftige Kritik an den ermittelnden Bonner Polizeibeamten.
Nach Darstellung von Peta war der Verdacht schnell auf eine stadtbekannte und gewalttätige Jugendbande gefallen. Es hätten sich zahlreiche Bürger mit sachdienlichen Informationen bei der Tierrechtsorganisation gemeldet, die damals eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aussetzte.
Der Vorwurf: Obwohl die Täter der Bonner Staatsanwaltschaft inzwischen bekannt seien und die Zeugen anonym bleiben möchten, habe die Polizei unter Androhung von Zwangsmitteln auf die Herausgabe von vertraulichen Daten gedrängt.
"Die örtliche Polizei beharrt darauf, dass es keinen Tatverdacht gibt, doch die Täter sind längst identifiziert worden", erklärte Edmund Haferbeck, rechtlicher Berater bei Peta. "Anstatt die Zeugen vor möglichen Racheakten seitens der gewaltbereiten Jugendlichen zu schützen, versucht die Polizei, Bürger mit Zivilcourage zu gefährden."
Die Polizei weist die Anschuldigungen zurück. Es gebe Hinweise auf eine Gruppe Jugendlicher, aber es gebe keinen Zeugen, der die Tat bestimmten Personen zugeordnet habe.
Das Ermittlungsverfahren laufe noch, sei aber an die Staatsanwaltschaft abgegeben worden, sagte Christoph Schnur, Sprecher der Bonner Polizei. Das habe auch daran gelegen, dass mehrere der Tat verdächtigte Personen auch nach mehrfacher Ladung nicht bei der Polizei erschienen seien.
Peta weist mit Nachdruck darauf hin, dass Tierquälerei niemals mit einem Jugendstreich oder einem Kavaliersdelikt zu entschuldigen sei und die Täter gerecht und streng bestraft werden müssten. Tierquälerei sei eine Straftat und könne mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.
Artikel vom 13.02.2013
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