Talk im Casino

Ursula Brohl-Sowa plauderte aus dem Nähkästchen

BONN.  Sie ist die Treppe im wahrsten Sinne des Wortes hochgefallen: die Bonner Polizeipräsidentin (PP) Ursula Brohl-Sowa. Am Montagabend war sie Gast beim "Talk im Casino" und plauderte ein wenig aus dem Nähkästchen.
Im Gespräch: Moderator Wolfgang Zimmer und Ursula Brohl-Sowa. Foto: Kohls

Moderator Wolfgang Zimmer wollte wissen, wie sie zum Job als Bonner PP gekommen sei. "Ich erhielt in meinem Büro im zweiten Stock im Innenministerium einen Anruf aus dem Ministerbüro in der fünften Etage, ich solle mal hochkommen", berichtete sie. Dort habe NRW-Innenminister Ralf Jäger sie gefragt, ob sie Polizeipräsidentin in Bonn werden wolle. "Auf so eine Frage war ich nicht vorbereitet." Nach kurzer Bedenkzeit sagte die Juristin zu.

Anderthalb Jahre ist sie nun im Amt. "2012 war kein gutes Jahr", meinte Zimmer mit Blick auf das brutale Vorgehen von Salafisten gegen Polizisten bei einer Demonstration im Mai in Lannesdorf. "Für mich war es insgesamt ein gutes Jahr", entgegnete die Juristin und erinnerte an die erfolgreiche Mission der Polizei bei der Afghanistan-Konferenz und dem Widerstand der Bonner gegen Rechtsradikale am 1. Mai.

Sie räumte aber ein, der Tag in Lannesdorf sei ein "schlimmer Tag" gewesen. "Das bleibt in den Kleidern stecken", sagte sie, "das passiert uns nicht noch einmal." Und wo drückt der PP zurzeit der Schuh? "Wir haben im Polizeipräsidium die Beamten mit dem höchsten Lebensalter in NRW", sagte sie.

Weitere Gäste im Casino neben dem Pantheon: Ex-Bundestagsabgeordneter Stephan Eisel, der auf die Frage, ob er als OB-Kandidat für die CDU in Bonn antreten würde, augenzwinkernd sagte, "ich bin Vize-Präsident des Festausschusses Bonner Karneval", sowie die fünffache Fecht-Olympiateilnehmerin Imke Duplitzer.

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