Pantheon in Bonn

Thomas Freitag über Löwe, Antilope und Mindestlohn

BONN.  Thomas Freitag meldet sich mit seinem neuen Programm "Der kaltwütige Herr Schüttlöffel" zurück. Dabei schlüpft er viele verschiedene Rollen und überzeugt.

Herr Schüttlöffel ist Stadtbibliothekar irgendwo in Deutschland. Seit 30 Jahren arbeitet er dort, jetzt will die Stadt die Bibliothek schließen. Der Kämmerer sagt, das sei alternativlos. Na sicher. Aber Schüttlöffel leistet Widerstand. Er will sein kleines Kulturinstitut nicht so einfach aufgeben. Er hat sich nun schon seit drei Tagen dort verschanzt.

Thomas Freitag meldet sich mit seinem neuen Programm "Der kaltwütige Herr Schüttlöffel" zurück. "Wir müssen in Bildung investieren, machen aber die Bibliotheken zu", sagt er. "Und was leisten wir uns? Betreuungsgeld. Wenige machen sich die Taschen voll und viele, viele müssen dafür sorgen, dass das so bleibt. Zur Not auf Kosten der Kultur."

Neben Schüttlöffel schlüpft Freitag in diverse andere Rollen, wie etwa Karl Marx, der sich wundert, was aus seinen Idealen geworden ist. "Alle werfen den Managern Gier vor. Aber dass der Kapitalismus immer noch läuft, liegt doch an unserer ständigen Gier nach Schnäppchen." Das Recht des Stärkeren setzt sich eben durch: "Der Löwe handelt mit der Antilope doch keinen Mindestlohn aus. Der frisst die einfach."

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