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Kneipennacht in Kessenich
Premierenbesucher sind zufrieden
Von Nicola Raegener
KESSENICH. Um punkt 19.30 Uhr ging es los. Fünf Amateurbands in fünf Kneipen an der Burbacher Straße im Herzen von Kessenich ließen die ersten Takte erklingen. Organisiert hatten die Veranstaltung "K 5" die fünf Gastronomen und die Verantwortlichen der Kessenicher KleinKultur.
Die Band 'Knallidiot' während der Kessenicher Kneipennacht im Hiata Madl. Foto: Barbara Fromman
Zu hören waren in erster Linie akustische Gitarrenklänge mit überwiegend deutschsprachigen Eigenkompositionen. Der Eintritt war überall frei. In der Fürstenstube unterhielt das "PS Gitarrenduo" die Gäste. "Unsere Musik ist rockig und lyrisch mit einem Hauch Poesie", beschrieb Bastian Palmersheim seine Musik.
Das Publikum war von Stücken wie der Eigenkomposition "Isabel", einem Liebeslied, auf jeden Fall begeistert. Auch im gemütlichen Lindenhof kamen die Zuhörer auf ihre Kosten: "Was jetzt?" oder "Der Hafen Du und Deine Welt", sangen die Mitglieder von Nullmorphem um Sänger Simon Dominik Otte.
"Super", befand beispielsweise Kneipenbesucherin Sarah die Bonner Band. "Knallidiot Akustisch" trat im "Hiata Madl" mit Western- und Konzertgitarre sowie Cajon auf. Sänger David Fischer, auch als Organisator des Kessenicher Infopoint bekannt, meinte anschließend: "Wir wünschen uns natürlich weitere Kneipennächte mit Livemusik. Ich würde mich freuen, wenn sich von den insgesamt elf Kneipen in Kessenich noch andere unserer Aktion anschließen würden. Wir brauchen Auftrittsmöglichkeiten für Musiker in Bonn".
Schlagerfans kamen im Kess, gegenüber der Fürstenstube und dem Hiata Madl gelegen, auf ihre Kosten. Der gleichnamige Entertainer "Kess" am Keyboard brachte die Gäste der sehr gut besuchten Kneipe schon nach wenigen Takten zum Schunkeln und Mitsingen. "Kess spielt für alle Jahrgänge", meinte ein Gast begeistert. In der Markusschänke, rund einen Kilometer weiter, wurden englischsprachige Coversongs gespielt.
"You?ve got a friend", versprach Sänger und Gitarrist Werner Kühle dem Publikum, das ihm und seiner Band lauschte. Die Zuhörer schmolzen entspannt dahin, meist mit einem Glas Bier in der Hand. Bis 22 Uhr hatten die Besucher aller Altersgruppen in den Kneipen ihren Spaß bei Livemusik. Einigen Anwohnern war es zwischenzeitlich allerdings zu laut: Sie riefen den Ordnungsdienst, der weitere Konflikte zu vermeiden half.
Artikel vom 22.10.2012
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