2. Rheinische Klinikmesse

Jobbörse in Zeiten des Ärztemangels

BONN.  Über Arbeitsstellen sowie Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten konnten sich am Mittwoch die Besucher der 2. Rheinischen Klinikmesse informieren.

40 Aussteller aus dem Medizin- und Gesundheitssektor aus den Städten Bonn, Köln, Leverkusen sowie aus umliegenden Landkreisen wie dem Kreis Ahrweiler, dem Rhein-Sieg- oder dem Rhein-Erft-Kreis nutzten die Job- und Personalbörse im Foyer des ehemaligen Plenarsaals, um in Zeiten des Ärztemangels für ihre freien Stellen zu werben und Kontakte zu potenziellen Bewerbern zu knüpfen. Daneben hatte das Fachpublikum auch die Möglichkeit, Vorträge und Workshops wie Reanimationskurse oder ein Entscheidungscoaching für Mediziner zu besuchen.

"Mit der diesjährigen Messe haben wir das Angebot auf Wunsch der Aussteller nochmals erweitert . Wir wenden uns nun neben Medizinern im Studium und Ärzten auch an Fachpflegepersonal", sagte Dieter Knospe von der Wirtschaftsförderung Bonn, die die Kontaktbörse in enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderungen und Gesundheitsämtern des Rhein-Sieg-Kreises und des Kreises Ahrweiler ausrichtete.

Die Organisatoren freuten sich über rund 300 Besucher. Darunter war auch der Medizinstudent im Praktischen Jahr, Adnan Kasopovic : "Ich war neugierig, was die Krankenhäuser so zu bieten haben", sagte er. Noch vor Abschluss seines Studiums nutzte er die Messe, um potenzielle Arbeitgeber kennenzulernen. "Ich interessiere mich vor allem dafür, welche Weiterbildungsmöglichkeiten die unterschiedlichen Krankenhäuser finanzieren", sagte Kasopovic.

"Besonders die kleineren Krankenhäuser aus ländlicheren Gebieten nutzen hier die Gelegenheit, auf sich aufmerksam zu machen", sagte Bernd Ehrich, Leiter des Gesundheitsamtes Rhein-Sieg. Diese Kliniken müssten in Zeiten des Ärztemangels besonderen Aufwand betreiben, um sich im Wettbewerb gegen die Lehrkrankenhäuser der umliegenden Städte wie Bonn, Köln oder Aachen zu behaupten.

"Es stimmt, dass die Unikliniken und die Lehrkrankenhäuser einen Standortvorteil haben", erklärte Sylvia Schellberg von der Kamillus-Klinik in Asbach. "Aber unser Haus hat ebenfalls Weiterbildungsermächtigungen und dabei ein kleines Team, das eine familiäre Atmosphäre zu bieten hat. Daher ist es schön, dass wir uns den Bewerbern hier präsentieren können."

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