Dirt Bike Park

Naturschützer kritisieren die Grünen

Dottendorf.  Kurz nach der Entscheidung, den Dirt Bike Park hinter dem Hertha-Platz in Dottendorf zu bauen, haben sich zwei Naturschutzverbände zu Wort gemeldet und die angebliche Missachtung des Artenschutzes durch die politischen Gremien kritisiert.

Alexander Heyd (Nabu) und Ulrike Aufderheide (Bund) fürchten den Verlust wertvollen Lebensraums für bedrohte Pflanzen und Tiere - etwa für Dorn- und Klappergrasmücken, Grauschnäpper und Nachtigall. Besonders enttäuscht seien sie von den Grünen-Stadtverordneten, die für das Projekt gestimmt haben, erklärten beide. "Selbst unser Vorschlag, ein Artenschutzgutachten erstellen zu lassen, wurde nicht aufgenommen. Hatte man Angst davor?"

Beide Verbände betonen, Vögel bräuchten störungsfreie Räume und dichtes Gestrüpp, in das sich keine Katze und kein Hund hinein traut. Beim Dirt Biken stehe Sport in einer besonders naturzerstörenden Form im Vordergrund. Die Sportart solle besser dort ausgeübt werden, wo es keine erhaltenswerten Naturräume gebe.

Die Untere Landschaftsbehörde der Stadt hatte gegen eine Nutzung der Fläche als Dirt Bike Park jedoch keine Bedenken. Die zugewachsene Wildwiese hinter dem Eulenweg sei kein erhaltenswertes Biotop.

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