Keine Investoren

Hotel-Projekt hinter den Museen geplatzt

BONN.  Geplatzt ist erst einmal der Plan, ein Drei-Sterne-Hotel mit bis zu 200 Betten sowie einen Sportpark an der Ecke Oscar-Romero-Allee/Baunscheidstraße 13 am Rande des ehemaligen Bundesviertels zu bauen.
Hinter den Museen sollte ein Hotel errichtet werden.
								Foto: Franz Fischer
Hinter den Museen sollte ein Hotel errichtet werden. Foto: Franz Fischer

Die Stadt, die das 3400 Quadratmeter große Grundstück an eine Projektgesellschaft verkauft hatte, tritt jetzt von dem Geschäft zurück. Der Grund dafür wird den Mitgliedern des heute tagenden Stadtrates in einer Mitteilungsvorlage erläutert: Der Käufer habe trotz mehrfacher Aufforderung die Grunderwerbssteuer nicht bezahlt, heißt es da. Die Stadt will das Grundstück nun erneut öffentlich ausschreiben. Ein Sprecher des Presseamtes wollte mit Rücksicht auf den nichtöffentlichen Vorgang keine Stellungnahme dazu abgeben.

In der Tat will der Käufer, die Asset Alliance Holding GmbH (Düsseldorf), das Grundstück nicht mehr. "Wir haben einen Betreiber, aber keinen Investor für das Projekt gefunden", erklärte Geschäftsführer Jörg Kollmeier dem GA gestern. "Damit konnten wir keine Lösung für das Areal finden und haben uns mit der Stadt darauf verständigt, dass wir von dem Vertrag zurücktreten."

Für die Misere verantwortlich macht die Projektentwicklungs GmbH die derzeitige Marktsituation. "Die Banken halten sich mit Finanzierungen zurück", sagte Kollmeier. Man habe mit vielen Investoren gesprochen, aber keinen davon ins Boot holen können. "Deshalb haben wir uns auch schwer getan, die Grunderwerbssteuer zu bezahlen, weil wir keine Lösung hatten."

Die Stadt Bonn hatte das von beiden Straßen zugängliche Grundstück vor vier Jahren europaweit für eine Hotelnutzung im Drei-Sterne-Segment ausgeschrieben, weil sie im sogenannten Economy-Preissegment einen Bedarf an 150 bis 200 zusätzlichen Hotelzimmern sah. Damit verbunden ist eine geplante Änderung des Bebauungsplans, weil das Grundstück bisher für Büros vorgesehen ist.

Laut Exposé, das auf der Homepage der Stadt einsehbar ist, soll das Areal 1,5 Millionen Euro kosten. Sofern die heutigen Festsetzungen des Bebauungsplanes überschritten werden, kann es auch deutlich teurer werden.

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