Theatergruppe "Die Feder"

Die "Kinder der Sonne" suchen das bessere Leben

DOTTENDORF.  Die Suche nach einem besseren und erfüllten Leben und die Schwierigkeiten, dieses zu erreichen, sind Themen des Theaterstücks "Die Kinder der Sonne" von Maxim Gorki. Aufgeführt wird es von der Bonner Amateur-Theatergruppe "Die Feder", die fleißig für die Premiere am Freitagabend geprobt hat und mit gutem Schauspiel und gelungenen Kostümen überzeugt.
Proben zu Gorkis 'Kinder der Sonne': die Mitglieder der Theatergruppe 'Die Feder'.
								Foto: Max Malsch
Proben zu Gorkis 'Kinder der Sonne': die Mitglieder der Theatergruppe 'Die Feder'. Foto: Max Malsch

"Die Kinder der Sonne" spielt in Zeiten des Umbruchs im 19. Jahrhundert. Das Stück spiegelt das düster-komische Bild einer von Konflikten zerrissenen Gesellschaft wieder. Im Haus des Wissenschaftlers Pawel Protassow trifft sich am Vorabend der Revolution die Intelligenzija des Ortes und berät sich über die Erschaffung einer strahlenden Zukunft.

Die Hauptakteure, unter anderem ein Wissenschaftler, ein Künstler und eine reiche Witwe, sind sehr verschieden und doch wieder gleich: Alle suchen nach einem besseren und erfüllten Leben. Als schließlich eine Grippe-Epidemie ausbricht, wird klar, dass die Zivilisation ein leicht zu zerbrechendes Gebilde ist.

Das Stück wurde von Alexei Maximowitsch Peschkow alias Maxim Gorki geschrieben, während er 1905 in St. Petersburg seine Haft absaß, nachdem er wegen revolutionärer Umtriebe verhaftet worden war. Die Cholera-Unruhen von 1880 bilden den Grundstein für das tragische, aber auch komische Theater.

Die Theatergruppe "Die Feder" entstand 1999, als sich Frauke Nordmeier mit ein paar Freunden entschloss, kreativ zu werden. Seither übernimmt sie die Regie für die Stücke, die mit wechselnden Schauspielern aufgeführt werden. "Die Feder" hat bisher 16 Stücke auf die Bühne gebracht. gdd

Die Aufführungen von "Kinder der Sonne" beginnen heute und am Samstag jeweils um 19.30 Uhr und am Sonntag um 18 Uhr im Ortszentrum, Dottendorfer Straße 41. Der Eintritt zu den Aufführungen ist frei.

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