Umgebaute Stadtbahnen

Verkehrsclub fordert mehr Kapazitäten

BONN.  Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) bewertet es als "vom technischen Standpunkt positiv", dass die Stadtwerke Bonn nach und nach alte Straßenbahnfahrzeuge umbauen und modernisieren. Doch er übt auch Kritik.

Nach dem Prinzip "Aus alt mach neu" werden insgesamt 25 Bahnen aus den 70er Jahren mit moderner Technik ausgestattet, womit die Stadtwerke insgesamt 47 Millionen Euro im Vergleich zur Neuanschaffung sparen wollen.

Ein wichtiges Problem bleibe dabei allerdings ungelöst, sagt der VCD. Aus seiner Sicht ist mehr Transportkapazität im Nahverkehr dringend notwendig. Mit dem Umbau gewinne man kaum mehr Raum für die Fahrgäste, da nicht mehr Sitz- und Stehplätze eingebaut werden könnten.

Schon heute seien die Stadtbahnen vor allem in den Hauptverkehrszeiten "hoffnungslos überfüllt", meint Wolfgang Groß, Vorsitzender des VCD Bonn/Rhein-Sieg/Ahr.

Die heutigen und bald modernisierten Stadtbahnzüge seien maximal 56 Meter lang. Zulässig nach den gesetzlichen Regelungen seien allerdings 75 Meter. Nach Ansicht des VCD ist es notwendig, zukünftig mehr Sitzplätze und Raum für Kunden des ÖPNV auch bei den Stadtwerken zur Verfügung zu stellen.

Die Stadt sei ebenfalls in der Pflicht und müsse für eine Verlängerung der Bahnsteige sorgen. "Derzeit erscheint es unwahrscheinlich, dass kurzfristig bei der Kapazitätsfrage Abhilfe geschaffen werden kann", so Groß. Es müsse aber realistische Planungen geben, um den Kunden zukünftig mehr Plätze in den Bahnen anbieten zu können.

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