Alter Zoll am Rhein

Sperrung wegen Steinschlaggefahr

BONN.  Steinschlaggefahr am Alten Zoll? Die Natursteinmauer des Bastionsbauwerks weist auf allen Seiten Sanierungsbedarf auf, teilte Frank Buch, Sprecher des Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW Köln (BLB), am Dienstag mit. Das haben umfangreiche Untersuchungsarbeiten durch Statiker und Steinmetze ergeben.
Erste Maßnahme: Entlang der Bastionsmauer ist ein Bauzaun aufgestellt worden. Die Treppe bleibt begehbar. Foto: Max Malsch

Im Rahmen seiner Verkehrssicherungspflicht hat der BLB, Niederlassung Köln, in einer ersten Maßnahme entlang der Bastionsmauer einen Bauzaun errichtet. Auch die Aussichtsplattform und der Verkehrsweg "Am Brassertufer" unterhalb der Bastion bleiben gesperrt.

"Das hat aber nichts damit zu tun, dass die Plattform einsturzgefährdet ist, sondern dass die Baustelle großräumiger abgesperrt werden muss", erläuterte auch eine Sprecherin der Stadt Bonn.

Das Denkmalamt sei über die Maßnahmen informiert worden, hieß es. Die Treppenanlage zwischen dem Alten Zoll und der Grünanlage mit Biergarten wird zur Hälfte abgesperrt - bleibt somit also auch noch begehbar.

Was den Fachleuten besonders Sorge bereitet, ist die anstehende Frostperiode: Dann könnten sich einzelne Mauersegmente lösen, so Buch. Um die Gefahr herabstürzender Steine zu bannen, wird jetzt die Mauerkonstruktion über die gesamte Höhe durch ein engmaschiges Netz abgespannt, so dass im Falle eines Steinabgangs diese am Fuße der Wand liegen bleiben.

Die eigentlichen Sanierungsarbeiten an der Natursteinmauer werden im Frühjahr 2013 aufgenommen und dauern voraussichtlich bis Ende 2013.

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