Bonner Marktplatz

Obelisk soll im Frühjahr wieder in "alter Schönheit" stehen

BONN.  235 Jahre lang trotzte der Obelisk auf dem Marktplatz Wind und Wetter. Doch das hat auch seine Spuren hinterlassen. Die unteren Schichten des Steinpfeilers sind verwittert und müssen ersetzt werden. Um den Unterbau sanieren zu können, wird seit Dienstag der komplette obere Teil des Wahrzeichens abgetragen.
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Eingehüllt und abgetragen: Stück für Stück werden die bis zu 300 Kilogramm schweren Trachyt-Steine des Obelisken mit einem Kran abgehoben
											Foto: Roland Kohls

Eingehüllt und abgetragen: Stück für Stück werden die bis zu 300 Kilogramm schweren Trachyt-Steine des Obelisken mit einem Kran abgehoben Foto: Roland Kohls

"Um die statischen Untersuchungen an den unteren Steinen vorzunehmen, müssen wir den oberen Teil abnehmen", sagte Bauleiter Hermann Krause vom Städtischen Gebäudemanagement. Die Dekorationsstücke wie goldverzierte Marmorplatten und Zierbänder, wurden bereits abgenommen und eingelagert.

Der Obelisk, den Kurfürst Max Friedrich 1777 zur eigenen Verherrlichung errichten ließ, wurde eingerüstet in Folie gepackt und die Steine mit einem 30-Tonnen-Kran Stück für Stück abgehoben. Die knapp 300 Kilogramm schweren Einzelstücke aus Trachyt wurden schließlich auf einen Lastwagen verladen und zur Restaurierung in einen Lager nach Küdinghoven gebracht.

Nun hat man den eigentlich 11,50 Meter hohen Obelisk um knapp sieben Meter gekürzt. Die veranschlagten Kosten von 104 000 Euro für die Sanierung übernehmen zu je einem Drittel die Stadt, der Verein Altes Rathaus und die Parkgemeinschaft Bonn.

Die Restaurierung des Steinwerks gestaltet sich wegen der umliegenden Lebensmittelhändler sehr schwierig. Aus gesundheitlichen Gründen muss die Umgebung deshalb von der Baustelle abgetrennt und die Luft darin abgesaugt werden, um Probleme zu vermeiden.

Im März, spätestens Anfang April nächsten Jahres soll der Pfeiler dann wieder die Aufmerksamkeit der Touristen und Bürger auf sich ziehen. "Wir sind dabei, ein Gesamtkonzept zu erstellen, damit der Obelisk hier bald wieder in alter Schönheit steht", sagte Krause gestern.

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