Bonner City: Die Geschäftseröffnung von Hollister zieht vor allem junge Mädchen an | GA-Bonn

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Die Geschäftseröffnung von Hollister zieht vor allem junge Mädchen an

BONN.  Die Menge wartet gespannt auf den großen Augenblick. Es ist Samstag, kurz vor 11 Uhr, und in der Vivatsgasse in Bonn drängen sich annähernd 200 Jugendliche, zum allergrößten Teil Mädchen zwischen 10 und 18 Jahren und eine Handvoll Jungs, in einem abgetrennten Bereich an der Front des neuen Hollister-Geschäfts.

Stundenlang wartet die zumeist junge und weibliche Kundschaft auf die Eröffnung des Geschäfts Hollister, das zum Unternehmen Abercrombie & Fitch gehört. Foto: Barbara Frommann

Dort wurde die schwarze Sichtschutzwand, die monatelang dort angebracht war, entfernt, was den Blick öffnet auf - eine große Videoleinwand, auf der Wellen an einen Strand schwappen. Durch die Eingangstür sind gemütliche Sessel zu erkennen, aber von Kleidung nichts zu sehen. Es bleibt also spannend.

Ganz vorne stehen Isabel, Sally und Camilla (alle 15). "Wir wollten die ersten im neuen Laden sein", sagt Isabel. "Deshalb stehen wir schon seit halb neun hier." Die drei Mädels kennen das Geschäft aus Köln und sind sich einig: "Die Sachen von Hollister sind schön." Dafür steht man auch mal samstags um 6 Uhr auf. Sie sind nicht nur die ersten, die in den Laden dürfen, sondern auch für das Foto mit den zwei jungen Männern mit durchtrainierten Model-Körpern, von denen man viel sieht, weil die beiden in Bermudashorts auftreten. Die Vorfreude bei den Mädchen in der Schlange steigt.

In der Menge steht Birgit Ballering mit Tochter Rebekka, die mit ihren elf Jahren noch eher neugierig auf das Geschäft als auf die darin erhältliche Kleidung ist. Sie habe schon viel über Hollister gehört, sagt ihre Mutter. "Ich bin interessiert, ob es tatsächlich so toll ist." Sie hoffe, dass sich bei ihrem Nachwuchs das Markenbewusstsein nicht so durchsetzt, sagt Ballering - das sei nicht erstrebenswert. Miriam Seume neben ihr, Mutter der ebenfalls elfjährigen Hannah, stimmt zu. "Das geistert natürlich bei den Kindern herum", sagt sie. "Ich bin hier, um das kennenzulernen und dem Ganzen den Hype zu nehmen."

Dann, endlich, Einlass! Der erste Schwall Jugendlicher strömt hinein und den Klamotten entgegen, die auf ihre Zielgruppe warten. Und so geht es den ganzen Samstag weiter: Auch um 15 Uhr wartet eine lange Schlange, die gleichen Unterwäschemodels stehen für Fotos bereit.

Hinein ins Dunkel: Erst laute Musik, dann dezenter Parfümgeruch. In den abgedunkelten Verkaufsräumen ist die Kleidung effektvoll beleuchtet. Über Treppen mit hölzernem Geländer und beleuchteten Stufen geht es ein Stockwerk hinauf oder hinunter.

Oben, in der Jungs-Abteilung, ist erwartungsgemäß kaum etwas los, unten bei den Mädchen dagegen herrscht reges Gedränge. Stilvoll, mal was anderes, aber welche Farbe das Gekaufte wirklich hat, offenbart sich erst nach dem Kauf - bei Tageslicht. Und wenn man den Laden wieder verlässt, nimmt man etwas mit: Die Kleidung duftet noch eine Weile nach Hollister.

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