Wohnanlage im Jesuitenhof

Kritik an Asbest-Sanierung in Mietshäusern

CASTELL.  Sorge um ihre Gesundheit haben Anwohner der Wohnanlage im Jesuitenhof in Bonn-Castell. Seit zwei Jahren werden dort die Fassaden von mehreren Mietshäusern asbestsaniert und dass anscheinend nicht vorschriftsmäßig.

Ein Ehepaar hatte sich deswegen an die Bezirksregierung Köln als zuständige Aufsichtsbehörde gewandt. Die Behörde ließ die Arbeiten kontrollieren und stellte in der Tat Verstöße gegen das Chemikaliengesetz fest, wie eine Sprecherin auf GA-Nachfrage bestätigte.

Im Juni teilte sie dann den Anwohnern schriftlich mit, die Firma arbeite jetzt ordnungsgemäß, was die Anwohner jedoch bezweifelten. "Die Asbestzementfaserplatten wurden nach wie vor nicht ordnungsgemäß behandelt", berichtet eine der Beschwerdeführerinnen dem GA.

Inzwischen seien die Arbeiten nahezu abgeschlossen, doch passiert sei trotz mehrfacher Beschwerden in Köln und bei der Stadt Bonn nichts. "Wir fühlen uns von den Behörden im Regen stehen gelassen. Wir wissen nur, dass die Staatsanwaltschaft in dem Fall ermittelt", klagte die Anwohnerin.

Ob letzteres zutrifft und auf welchem Stand die Ermittler sind, war gestern von der Staatsanwaltschaft nicht zu erfahren. Und auch eine Große Anfrage von CDU und Grünen zu dem Thema gestern Abend im Umweltausschuss blieb unbeantwortet und wurde in die nächste Sitzung vertagt.

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