Kommentar

Nur ein Anfang

Gegen den Entschluss, die marode Beethovenhalle endlich instand zu setzen, kann niemand etwas haben.

Nachdem ein Abriss des Denkmals vom Tisch ist, muss die Stadt Bonn bald etwas für ihre Immobilie tun, wenn die Beethovenhalle nicht weiter dem Verfall ausgesetzt, sondern auch in den nächsten Jahren noch als Multifunktionshalle zur Verfügung stehen soll. Und dass diese Halle in Bonn nötig ist, daran bestehen keine Zweifel. Selbst die Festspielhaus-Freunde stellen das nicht in Abrede.

Natürlich sind die 15 Millionen Euro nur ein Anfang. Benötigt werden laut Gutachten 30 Millionen Euro. Heißt: Wer A sagt, muss auch B sagen und in den Folgejahren weitere Millionen locker machen. Angesichts der städtischen Finanzlage funktioniert das wohl nur unter Verzicht auf andere Investitionen.

Nicht von der Hand zu weisen ist aber auch die Sorge, dass die Entscheidung für die Millioneninvestition eine fatale Signalwirkung auf das private Engagement für das Festspielhaus haben könnte. Zumal die Festspielhaus-Freunde sich ohnehin, wie man hört, von der Stadt ziemlich allein gelassen fühlen.

Spätestens nächstes Jahr müssen aber die Grundlagen geschaffen sein, damit das Festspielhaus noch rechtzeitig zum 250. Geburtstag Beethovens 2020 genutzt werden kann.

 

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