Gewerkschaft der Polizei Bonn

Einsparungen und Gewalt gegen beamte

BONN.  Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Bonn um den Vorsitzenden Udo Schott hat bei ihrer Mitgliederversammlung das Jahr 2012 Revue passieren lassen.

Die Gewerkschaft äußert sich zu einigen Themen und macht Vorschläge:

  • Neue Beamte: Um dem hohen Altersdurchschnitt der Polizisten in der Bonner Behörde entgegenzutreten, sind in den vergangenen beiden Jahren verstärkt junge Beamte nach Bonn gekommen - und zwar durch den Einsatz der Behördenleitung, der Politiker und der Gewerkschaften mehr, als Bonn rein rechnerisch zugestanden hätte, sagte Schott. Um die Wachen auch weiterhin zu verstärken müsste dieser Trend mindestens in den nächsten beiden Jahren fortgesetzt werden.
     
  • Einsparungen: Der Bericht des Polizeiabteilungsleiters Wolfgang Düren, pro Haushaltsjahr 100 Millionen Euro bei der Polizei einzusparen und trotzdem die "ungeschmälerte Einsatzfähigkeit" der NRW Polizei zu verlangen, sei eine "Kampfansage an die Gewerkschaft der Polizei". Die Politik müsse die Einstellungszahlen bei der Polizei erhöhen, "oder sie erklärt den Bürgern, dass innere Sicherheit nicht mehr den Stellenwert hat".
     
  • Gewalt gegen Polizisten: 5920 gewaltsame Übergriffe mit mehr als 1800 verletzten Polizisten hat das Landeskriminalamt NRW 2012 registriert - eine erneute Steigerung, so Schott. Froh sei man über den Ausgang des Salafisten-Prozess, "in dem das Bonner Landgericht zu einem deutlichen Urteilsspruch gekommen ist". So solle es weitergehen: Die Staatsanwaltschaft solle gegen die Angriffe gegen Polizisten vorgehen und Übergriffe und Beleidigungen nicht bagatellisieren.
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