Einbruchserie in der Region: Polizei legt sechsköpfiger Bande das Handwerk | GA-Bonn

Einbruchserie in der Region

Polizei legt sechsköpfiger Bande das Handwerk

BONN/REGION.  Monatelang hielt eine Einbruchserie die Polizei in Atem, jetzt haben die Beamten einer sechsköpfigen Bande das Handwerk gelegt. Die Männer im Alter von 18 bis 22 Jahren sollen zwischen Juni 2011 und Juni 2012 mehr als 40 Einbrüche in Königswinter, Hennef, Eitorf, Siegburg und Bad Honnef begangen und Schmuck, Handys und Wertsachen im Gesamtwert von 115.000 Euro erbeutet haben.
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Die Polizei veröffentlicht Bilder von Diebesgut, das bislang noch keinem Besitzer zugeordnet werden konnte. Foto: Polizei Bonn

Im Dezember kamen die Ermittler einem 18- und einem 22-Jährigen auf die Spur. In Königswinter war gleich viermal bei einem Opfer eingebrochen worden: zweimal in sein Wohnhaus, zweimal in das daneben liegende Geschäft. Stets war die Familie unterwegs. "Der Geschädigte schilderte einen konkreten Tatverdacht gegen die beiden Männer", sagte gestern Mark Patrick Lück, Leiter der Ermittlungsgruppe.

 Die Beamten überprüften die Hinweise, kontaktierten die Staatsanwaltschaft und durchsuchten die Wohnungen der beiden. Dabei stellten sie den Großteil des Diebesgutes sicher - und noch mehr. So zum Beispiel den Schlüssel eines Audi TT Cabriolets, den sie einem Einbruch in Hennef zuordnen konnten. Außerdem ergaben sich Hinweise auf zwei weitere Täter.

Die Bonner Polizei und die Kollegen in Siegburg arbeiteten nun Hand in Hand, es wurde eine gemeinsame Ermittlungsgruppe "Cabrio" - den Namen verdankt die Gruppe dem sichergestellten Audi-Schlüssel - eingerichtet. "Es folgte eine längere Phase offener und verdeckter Ermittlungsarbeit", schilderte Lück. Die Beamten, die mittlerweile sechs Täter im Visier hatten, konnten der Bande weitere Einbrüche zuordnen.

Am 28. Juni war es dann soweit: Die Ermittler durchsuchten zeitgleich die fünf Wohnungen, in denen die sechs Verdächtigen lebten. Sie fanden Diebesgut, nahmen die 18 bis 22 Jahre alten Männer fest und stellten zudem Amphetamine und Marihuana "in nicht unerheblicher Menge" sicher, mit denen einer der Festgenommen gehandelt haben soll.

Doch damit nicht genug: Das Sextett soll außerdem zahlreiche Metalldiebstähle in Königswinter, Eitorf, Hennef und Siegburg begangen haben. Dabei nahmen sie Kupferleitungen von Großbaustellen und Fallrohre von Privathäusern mit. Bisher geht die Polizei von 25 Fällen mit Diebesgut im Wert von 10.000 Euro aus. "Aber wir stehen erst am Anfang der Ermittlungen, das wird noch mehr", prognostiziert Lück.

Zu den erbeuteten Gegenständen dauern die Ermittlungen der Beamten noch an. Daher fragt die Polizei:  Wem gehören die gezeigten Gegenstände? Wo wurden diese möglicherweise entwendet? Hinweise bitte an das Kriminalkommissariat 34 der Bonner Polizei unter der Rufnummer 0228/150.

GA-Telefonaktion:
Wie kann ich mich und mein Haus vor einem Einbruch schützen? Ist es notwendig, eine Alarmanlage zu installieren? Wer hilft mir, falls ich Opfer eines Einbruchs geworden bin? Ist es sinnvoll, eine Versicherung abzuschließen? Und wie arbeiten Spurensicherung und Ermittler? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt es bei einer Telefonaktion des General-Anzeiger am Dienstag, 14. August.

Unter den Telefonnummern 02 28/6688-590 bis -595 stehen sechs Experten zwischen 18 und 20 Uhr Rede und Antwort rund um das Thema Einbruchschutz. Mit dabei sind Einbruchsermittler Jörg Wilhelm sowie die technischen Sicherheitsberater Dieter Hausmann und Hans-Jürgen Hoppe von der Bonner Polizei. Von der VdS Schadenverhütung GmbH kommen der Leiter der Sicherungstechnik, Pau-lus Vorderwülbecke, und Konzeptentwickler Sebastian Brose. Die Runde komplettiert Klaus Holtz von der Opferschutzorganisation Weißer Ring.

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