Sexuelle Belästigung

Busfahrer vergriff sich in Vilich-Müldorf an Auszubildender

BONN.  900 Euro muss ein 64 Jahre alter Busfahrer dafür zahlen, dass er versucht hatte, eine 21 Jahre alte Auszubildende gegen ihren Willen zu küssen.

Vor der Berufungskammer des Landgerichts haben sich die Beteiligten am Montag darauf geeinigt, dass das Nötigungsverfahren eingestellt wird, sobald der Angeklagte das Geld an die junge Frau überwiesen hat. Ausschlaggebend dafür war vor allem, dass sich die junge Frau damit einverstanden gezeigt hatte. Sie hatte nach dem Vorfall Anzeige erstattet, damit so etwas nicht noch mal passiert.

Wie berichtet, war der Mann in erster Instanz vom Amtsgericht zu einer Geldstrafe von 1750 Euro verurteilt worden. Am späten Abend des 16. September 2011 hatte er den Bus der Linie 635 nicht wie gewohnt an der Endhaltestelle in Vilich-Müldorf gestoppt, sondern war ein Stück weiter bis in den Wendehammer gefahren.

Dort war es zu dem Übergriff gekommen: Der Mann hatte die 21-Jährige am Oberarm gepackt und versucht, sie zu küssen. Als sie gesagt hatte, dass er aufhören soll, hatte er dies auch getan.

Zunächst war der Angeklagte per Strafbefehl zur Zahlung einer Geldstrafe verurteilt worden. Dagegen hatte er allerdings Einspruch eingelegt, so dass es zur mündlichen Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht gekommen war.

Der Arbeitgeber des Mannes, die Regionalverkehr Köln GmbH (RVK), hatte wohl erst aus den Medien von dem Vorfall erfahren - und dem Busfahrer fristlos gekündigt. Inzwischen haben sich der 64-Jährige und die RVK im Zuge eines Vergleichs auf eine ordentliche Kündigung zu Ende September geeinigt.

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