Diamanthochzeit

Der Krieg führte Heinz und Marie Hoffmann zusammen

VILICH.  Wenn der Zweite Weltkrieg Marie und Heinz Hoffmann ein Gutes gebracht hatte, dann das, dass er sie zusammenführte. Als Flüchtlinge lernten sich die Sudetendeutsche und der Niederschlesier in Nordhessen kennen. Seitdem hat sich ihr Weg nicht mehr getrennt.
Seit 60 Jahren verheiratet: Marie und Heinz Hoffmann.
								Foto: Max Malsch
Seit 60 Jahren verheiratet: Marie und Heinz Hoffmann. Foto: Max Malsch

Vor 60 Jahren heirateten sie, gestern feierten sie ihre Diamantene Hochzeit zusammen mit dem Bonner Bürgermeister Bernhard Joisten, der ihnen im Sankt-Adelheid-Stift in Vilich gratulierte.

Dort leben die 83-Jährige und der 85-Jährige zusammen. "Wir sind sehr zufrieden hier", sagte Heinz Hoffmann, der sich mit Kreuzworträtseln geistig fit hält und bis 2011 auch die Einkommenssteuer noch selbst gemacht hat. Auch für das Weltgeschehen interessiert er sich noch - als ehemaliger Finanzbeamter hätte er einiges zur Euro-Krise zu sagen.

Ursprünglich kam er aus der Landwirtschaft, war dann aber unter anderem auch im Bergbau und bei der Metallverarbeitung tätig, bevor er sich zum Finanzfachmann umschulen ließ. Seine Einstellung: "Dinge, die man ändern kann, sollte man auch ändern."

Erst habe man ihn im Finanzamt gar nicht haben wollen - wegen einer Bleivergiftung, die er sich in der Metallarbeit zugezogen hatte. Letztlich klappte es aber. Zunächst war er in Euskirchen angestellt, dann wurde er nach Bonn versetzt. Nach einigen Jahren des Pendelns zogen sie 1974 nach Bonn in die Sebastianstraße. Seine Frau arbeitete ebenfalls in in Euskirchen, als Sekretärin bei der Hundekuchen-Firma Latz, bis ihr gemeinsamer Sohn kam.

Sie kam Anfang der 90er als erste ins Altenstift und war dort auch im Heimrat tätig, bis sich ihr körperlicher und geistiger Zustand verschlechterte. Er folgte ihr Ende der 90er Jahre. Ihr Sohn kümmert sich um sie, außerdem haben sie noch zwei Enkel und einen Urenkel.

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