Wilde Abfallentsorgung

Bürger streitet sich mit Stadt um Asbest-Müll

RAMERSDORF.  Markus A. (Name geändert) ist es leid: Zwei Monate lang hat er die Stadt Bonn mehrfach schriftlich aufgefordert, den asbesthaltigen Müll von dem städtischen Grundstück in der Straße "An der Umkehr 77" zu entfernen. Seine Bemühungen blieben erfolglos.
Dieser Müll lagerte unbestimmte Zeit in Ramersdorf.
								Foto: GA
Dieser Müll lagerte unbestimmte Zeit in Ramersdorf. Foto: GA

Den Schriftverkehr hat er nun dem General-Anzeiger zur Verfügung gestellt. Dem ist zu entnehmen, dass die Stadt wochenlang nicht auf die Beschwerden reagiert hat. In einem Antwortschreiben teilte ihm die Stadt sogar mit, dass seine Beschwerdeschreiben nicht vorliegen würden.

Elke Palm, Mitarbeiterin des städtischen Presseamtes, bedauerte am  den Vorfall: "Es handelt sich leider um einen Kommunikationsfehler. Die Schreiben von Herrn A. liegen uns vor. Am Mittwoch hat ein Mitarbeiter des Stadtreinigungsamtes den Müll entfernt."

Palm erklärte weiter, dass die Stadt durch ein Umlegungsverfahren in den Besitz des Grundstücks gelangt sei und von dem Unrat nichts gewusst habe. "Der Verursacher steht leider nicht fest. Für die Entfernung des Mülls ist hingegen die Stadt zuständig", sagte Elke Palm. Nach Auskunft des städtischen Mitarbeiter, der vor Ort war, hat es sich bei dem Müll hauptsächlich um alte Eternitplatten gehandelt. Die Stadt wird den Müll nun vorschriftsmäßig entsorgen.

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