Oberkassel

Viel Publikum beim dritten Weihnachtsmarkt des Bürgervereins

Oberkassel.  Für die Marktbesucher war es das nahezu perfekte Ambiente: Schneeverhangene Bäume, klarer Himmel und zum Sonnenuntergang ein beeindruckendes Farbschauspiel bildeten zumindest am Samstag die Kulisse des dritten Weihnachtsmarktes, den der Bürgerverein im Oberkasseler Bürgerpark ausrichtete.
Der Nikolaus hatte Geschenke und den Hans Muff dabei.
								Foto: Max Malsch
Der Nikolaus hatte Geschenke und den Hans Muff dabei. Foto: Max Malsch

Sayneb Al-Baghdadi, Leiterin des Organisationsteams, war damit zufrieden. "2010 hatten wir eine dicke Schneedecke, 2011 war es verregnet, jetzt ist es genau richtig." Mehr als 30 Stände umfasste der Markt, der mal mit zehn Buden angefangen hatte. "Wir haben zwei gewerbliche Beschicker dabei, der Rest sind Vereine und Privatleute", so Al-Baghdadi.

Erstmals waren die Heilpädagogischen Hilfen (HPH) dabei, ein Netzwerk des Landschaftsverbandes Rheinland. Das HPH-Netz unterhält in der Stiftsstraße eine Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung, die stationär, aber auch ambulant betreut werden. "Unsere Kunden, also die Bewohner, haben auch fleißig beim Aufbau mitgeholfen und die Erbsensuppe mitgekocht", sagte Elke Trompeter, Teamleiterin der Abteilung Stadtwohnen im Netzwerk.

Einige ehrenamtliche Helfer der Einrichtung hätten sich extra für diese Markttage freigenommen. "Das ist für uns ein großes Geschenk." Viele Anbieter spendeten ihre Erlöse an soziale Projekte. Die Zukunftswerkstatt Oberkassel sammelte für ihr Hilfsprojekt für eine Schule im Armenviertel "Campo Verde" in San Salvador de Jujuy. Das Geld vom Stand der katholischen Frauengemeinschaft ging laut Christa Mittler unter anderem an eine Suppenküche in Quito, der Hauptstadt von Ecuador.

Am Freitagabend hatten die Veteranen des Tambourcorps Grün-Weiß den Losverkauf für die Tombola musikalisch begleitet. Die hatte in diesem Jahr laut Al-Baghdadi Gewinne im Gesamtwert von mehr als 3500 Euro zu bieten, die am Samstag nach dem Besuch des Nikolauses alias Helmut Priebe vom Bürgervereinsvorstand ausgelost wurden. Der spätnachmittägliche Betrieb in Oberkassel kam auch den Geschäftsleuten zugue, die zum ersten Mal einen langen Samstag abhielten.

Die Idee dazu hatte Michael Fiesel, Inhaber des Kinder-Second-Hand-Ladens "Bunte Kuh". 2011 habe er als so ziemlich einziges Geschäft am Marktsamstag aufgehabt - allerdings ungeplant. "Es kamen laufend Kunden herein, bis 19 Uhr. Da macht man logischerweise nicht zu." Für dieses Jahr konnte er viele Mitglieder der Werbegemeinschaft Oberkassel dazu bewegen, diesen Betrieb ebenfalls zu nutzen.

"Wir hätten gerne einen verkaufsoffenen Sonntag am 23. Dezember gehabt." Die Stadt habe das aber nicht zugelassen. "Deshalb habe ich am 22. Dezember open end geöffnet." Fiesel war zufrieden, dass die Geschäftsleute in Oberkassel wieder mehr zusammenarbeiten. "Man muss sich gegenseitig helfen und sich nicht als Konkurrenz sehen."

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