Finkenberg in Limperich

Weinberg ist für Naturschutzpreis nominiert

LIMPERICH.  Der Bürgerverein Limperich ist mit seinem Projekt "Weinberglandschaft Finkenberg" für den Deutschen Naturschutzpreis nominiert und hat gute Chancen, dort weit nach vorne zu kommen. Der Preis wird alljährlich vom Bundesamt für Naturschutz verliehen, steht diesmal unter dem Motto "Stadt braucht Natur" und will Naturbewusstsein sowie bürgerschaftliches Engagement im Naturschutz fördern. In seinem Rahmen gibt es auch den Bürgerpreis, für den sich lokale Initiativen bewerben konnten.
Weinlese in Limperich: Dabei packen viele Helfer mit an. Der Bürgerverein ist für die Wiederherstellung der Weinberglandschaft am Finkenberg für den Deutschen Naturschutzpreis nominiert.
							Foto: Max Malsch
Weinlese in Limperich: Dabei packen viele Helfer mit an. Der Bürgerverein ist für die Wiederherstellung der Weinberglandschaft am Finkenberg für den Deutschen Naturschutzpreis nominiert. Foto: Max Malsch

Genau das Richtige also für den Bürgerverein Limperich, der sich mit seinem Projekt "Weinberglandschaft" beteiligte und von 184 Mitbewerbern als einziges Bonner Projekt bereits unter die ersten 50 gekommen ist. Die 20 besten Projekte erhalten je 2000 Euro.

"Dass wir schon so weit nach vorne gekommen sind, freut mich natürlich", sagte gestern Karl Wengenroth, der seinerzeit das Projekt im Bürgerverein gestartet hatte. "Ich habe insgesamt auch darauf gehofft, weil die Qualität des Projekts so groß ist und so viel Herzblut darin steckt."

50 Jahre nach der letzten Weinlese hatte die Stadt Bonn 2004 dem Bürgerverein Limperich die ehemalige Weinbergbrache zur Rekultivierung überlassen. Dieser pflegt seitdem in Eigenleistung die alte Fläche am Finkenberg und stellte die ursprüngliche Nutzung als Streuobstwiese und Weinberg wieder her.

Dies alles geschieht in enger Zusammenarbeit mit dem Umweltdezernat der Stadt Bonn, der Stadtförsterei und der Biologischen Station. Berücksichtigt werden auch sach- und fachkundige Ratschlägen engagierter Bürger, berichtete das städtische Presseamt.

Das Projekt gilt mittlerweile über die Grenzen Bonns hinaus als Musterbeispiel für nachhaltigen Umweltschutz und bürgerschaftliches Engagement. "Es wird von einer breiten Schicht getragen", sagt Wengenroth und denkt dabei an die 200 Mitglieder des Bürgervereins, an die stetig steigende Zahl von Besuchern beim alljährlichen Weinfest und besonders an die bis zu 15 Aktiven, die jeden Donnerstag im Weinberg arbeiten.

Der Bürgerverein hat für sein Engagement 2009 bereits den Umweltpreis der Stadt Bonn erhalten. Seit 2007 stehen 500 neue Reben auf dem Weinberg - ein Spätburgunder-Regent. Und der Wein ist nicht nur bei Limperichern begehrt.

"Durch Patenschaften, Anteilsscheine und Spenden ist das entstanden und finanziert worden", sagt Wengenroth. Wer den Bürgerverein bei dem Wettbewerb unterstützen möchte, kann für ihn noch bis zum 28. Oktober online abstimmen. Derzeit liegt das Beueler Projekt auf Rang sechs der Internet-Abstimmung.

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