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Kardinal-Frings-Gymnasium
Sebastian Kittani wird Kartellamtschef für einen Tag
Von Maximilian Mühlens
BEUEL. Das Bundeskartellamt bekommt einen neuen Leiter. Er heißt Sebastian Kittani, ist 18 Jahre alt, besucht das Kardinal-Frings-Gymnasium und steckt derzeit mitten im Abiturstress. Einen Tag lang wird er symbolisch die Geschicke der Bonner Behörde leiten.
Gratulation zum Sieg: (von links) Klaus Hansen von Odgers Berndtson, Frank Mertgen von Focus Money und Kay Weidner vom Bundeskartellamt mit Sebastian Kittani (2. von rechts). Foto: Roselieb
"Ich bin gespannt, was mich erwartet, dass ist eine einzigartige Chance", sagte Kittani nach seinem Gewinn beim Wettbewerb "Chef für einen Tag" der Zeitschrift "Focus Money" und der Unternehmensberatung Odgers Berndtson. Hauptgewinn ist dabei die Übernahme eines Chefsessels in einem großen Unternehmen oder einer Institution für einen Tag. Insgesamt stehen zwölf Plätze zur Verfügung, der 18-jährige Bonner hat einen ergattern können.
Was möchte der "Chef für einen Tag" denn im Bundeskartellamt bewegen? "Mich stören vor allem die hohen Benzinpreise, da muss man etwas machen. Mal schauen, ob ich da etwas einrichten kann", sagte der Schüler lachend. Ganz alleine wird Kittani das Amt aber nicht leiten. Nach bisherigem Stand wird ihm der Präsident des Bundeskartellamtes, Andreas Mundt, zur Seite stehen. In diesem Jahr überlassen neben Mundt unter anderem auch die Chefs von Fonic, der BW Bank und Cortal Consors ihren Chefsessel dem Nachwuchs.
"Mein Lehrer in Sozialwissenschaften hat von dem Wettbewerb erfahren und uns, als Kurs, ermuntert, bei ihm mitzumachen", erklärte der Abiturient. Unter anderem musste der Kurs ein Video drehen, in dem die Schüler ihre Motivation zur Teilnahme ausdrückten. Außerdem musste jeder Teilnehmer einen Leistungsmotivationstest mit knapp 200 Fragen beantworten und einen Lebenslauf beifügen. Die Bonner Schüler konnten die Jury überzeugen und wurden Ende September zum Finalwochenende nach Frankfurt eingeladen.
Großartig vorbereitet haben sich Kittani und seine Mitschüler nicht. "Wir haben gefragt, wie wir uns am besten vorbereiten könnten, doch man sagte uns, dass wir uns nicht vorbereiten, sondern uns auf das was kommt, einlassen sollten. Das haben wir auch gemacht", erzählt der Schüler. Insgesamt zwölf Schulen aus dem gesamten Bundesgebiet wurden zum Finale in die Mainmetropole geladen.
Durch die aufwendigen Tests filterte die Jury die Schüler heraus, die sich am besten als Führungspersönlichkeit eignen würden. So musste Sebastian Kittani später bei einem Test "echte" Wörter erkennen. "Die ersten Reihen waren ziemlich einfach. Danach wurde es schwieriger", berichtet der Abiturient.
Das Kommunikationsverhalten, die Kooperationsfähigkeit und natürlich die Führungsfähigkeit wurden in der Endrunde bei einem Einzelgespräch getestet. Zuvor musste sich die Teilnehmer bei einem Planspiel beweisen. Das eigene Vorgehen und Verhalten zu reflektieren und dabei zu zeigen, dass man reif für einen Chefposten ist, waren die Hürden, die der 18-Jährige zu meistern hatte.
"Sebastian Kittani verfügt heute schon über wichtige Fähigkeiten, die Führungspersönlichkeiten auszeichnen", heißt es in einer Entscheidungsbegründung der Veranstalter. Kann sich der junge Mann denn eine spätere Karriere als Top-Manager vorstellen? "Ich kann mir gut vorstellen, in der Wirtschaft zu arbeiten, bin aber auch nicht abgeneigt Jura oder Medizin zu studieren. Festgelegt habe ich mich noch nicht", so der Schüler. Bis zum Abitur sind es ja auch noch ein paar Monate hin.
Artikel vom 10.10.2012
Stadtbezirk Beuel
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