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Spendenaktion
Freude übers ersehnte Lillifee-Geschenk
Von Stefan Knopp
LIMPERICH/BAD GODESBERG. Die Aktion Sternenlicht macht erstmals auch herzkranken Kindern eine Freude. Viviane ist eine von den Beschenkten, die völlig aus dem Häuschen war.
Viviane (4) strahlt über beide Ohren: Sie hat eine Lillifee geschenkt bekommen. Foto: Stefan Knopp
Die Viereinhalbjährige hatte sich so sehr über das Geschenk gefreut, das sie bereits am Montag auspacken durfte, dass sie schließlich ganz erschöpft zwischen Geschenkpapier und Prinzessin Lillifee hockte.
"Über ein schönes Buch von meiner Heldin würde ich mich freuen", stand auf ihrem Weihnachtsstern. Bekommen hatte sie nicht nur das, sondern noch einiges mehr. Viviane ist eins der Kinder, die mit Herzfehler zur Welt kamen und von der Fördergemeinschaft Deutsche Kinderherzzentren betreut werden.
31 von ihnen erhielten schon in der Geschäftsstelle des Vereins in Limperich ihre ersten Geschenke von der in Bad Godesberg bekannten Aktion Sternenlicht.
Zum Hintergrund: Seit zehn Jahren basteln die Kinder des Hermann-Josef-Hauses der Caritas-Jugendhilfe-Gesellschaft (CJG) in Bad Godesberg in der Vorweihnachtszeit Sterne, auf die sie Weihnachtswünsche schreiben.
Diese Sterne, jährlich rund 200 Stück, werden an Tannenbäumen vor Geschäften der Godesberger Jungunternehmer der Kooperationsgruppe "Supernova" aufgehängt und von Kunden mit nach Hause genommen, die diese Wünsche dann erfüllen und die gekauften Geschenke wieder zu den Unternehmern bringen.
So erhalten die Heimkinder jährlich Weihnachtsgeschenke. Zum zehnjährigen Bestehen dieser Aktion hatte sich die Gruppe überlegt, auch Sterne für 31 herzkranke Kinder aufzuhängen, die ebenfalls von den Bewohnern des Hermann-Josef-Hauses gebastelt worden waren.
Die Idee dazu hatte Lilo Franzen vom Fahrradladen "Drahtesel" - Initiatorin der Aktion Sternenlicht - aus einem bestimmten Grund: "Ich bin auch Herzmama", erklärte sie den anwesenden Kindern und ihren Familien.
Ihr Sohn Leon kam vor 23 Jahren mit Herzfehler zur Welt und hatte bereits mit sieben Monaten seine erste große Operation. Heute studiert er in Kanada und sandte von dort schriftlich herzliche Grüße und motivierende Worte.
"Er engagiert sich seit einiger Zeit auch mit dafür", sagte Franzen. In den 80ern sei die Behandlung von Herzerkrankungen noch schwierig gewesen, sagte sie. "In den letzten Jahrzehnten hat es eine große Entwicklung gegeben."
Nichtsdestotrotz bedeutet diese Erkrankung für die Kinder, dass sie sehr viel öfter als andere Gleichaltrige zu ärztlichen Untersuchungen müssen und in einigen körperlichen Belangen eingeschränkt sind.
Die Geschenkübergabe sorgte für strahlende Kinderaugen, worüber sich auch die Kinder des Hermann-Josef-Hauses freuten. Es sei wichtig, dass die Bewohner der katholischen Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe auch mal über den Tellerrand schauten, so Franzen. Sie sollten sich mit der Frage beschäftigen: "Wem geht es noch schlechter als uns?"
Artikel vom 20.12.2012
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