Ennertschule Küdinghoven

Umzug in Küdinghovener Grundschule steht an

KÜDINGHOVEN.  Normalerweise kehrt zum Schuljahresende Ruhe in ein Schulgebäude ein. Nicht so in der Ennertschule. Seit Dienstag werden Kisten, Kartons und Körbe gepackt. Warum? Wegen der Erweiterung des offenen Ganztagsbetriebs muss in der Küdinghovener Grundschule umgezogen werden - von einem Gebäude ins andere.
Hand in Hand geht die Arbeit der Ford-Mitarbeiter: Sie verpacken einen Klassenraum in der Ennertschule. Foto: Holger Willcke

Um diese Veränderungen ohne zusätzlichen Personaleinsatz während des laufenden Schulbetriebs vornehmen zu können, haben sich Mitarbeiter und Pensionäre der Ford-Werke bereit erklärt, die Umzugsaktion für die neue Jahrgangsgruppe 1 durchzuführen.

Und wie kommt diese Verbindung zustande? Der Ehemann einer Mitarbeiterin des OGS-Teams arbeitet in Köln bei Ford. Und der Automobilkonzern hat im Mai 2000 eine Aktion "Bürgerschaftliches Engagement" ins Leben gerufen. Seitdem stellt Ford an seinen drei deutschen Standorten in Köln, Saarlouis und Aachen unentgeltlich das Know-how und die Arbeitskraft seiner beschäftigten für die Realisierung von Projekten zur Verfügung. Die Mitarbeiter werden für maximal 16 Stunden pro Jahr bei voller Bezahlung freigestellt. Vor acht Jahren wurde diese Firmen-Philosophie unter dem Titel "Fordler aktiv im Ruhestand" auf die Ford-Pensionäre erweitert.

Willi Stegemeyer, Uli Groß-Bölting, Reinhard Drückes, Alfred Heske und Richard Fuhrmann bilden seit gestern das Umzugsteam. Nach Absprache mit der OGS-Leitung werden die Klassenräume aufgeräumt, verpackt und neu gestaltet. Mit Kaffee und kalten Getränken werden die fünf "Möbelpacker" von der Schule versorgt.

"Der Betreuungsbedarf für Grundschulkinder ist auch im Einzugsgebiet der Ennertschule stark gestiegen. So werden nach den Sommerferien zum zweiten Mal 40 statt wie bislang 25 Kinder der ersten Klasse in den Genuss dieses Angebots kommen", erklärte Sabine Lindener, Pädagogische Leiterin des OGS-Trägers, Lummerland e.V.. Lindener und ihre 18 Mitarbeiterinnen betreuen in diesem Schuljahr 132 Kinder in der Offenen Ganztagsschule.

Die fünf Fordler sind jedenfalls zuversichtlich, dass sie ihr Arbeitspensum in den zwei anberaumten Tagen schaffen werden. Notfalls werden die Erfrischungspausen verkürzt.

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