Still Collins aus Beuel

Coverband schaut auf über 1000 Konzerte zurück

Beuel.  Gespräch am Wochenende: Sven Komp ist Mitbegründer und Sänger der Coverband Still Collins. Vor 18 Jahren gründete Sven Komp die Tribute-Band Still Collins und betrat damit Neuland. Inzwischen blicken die Musiker auf mehr als 1000 Konzerte zurück. Anke Vehmeier sprach mit dem Beueler über Herausforderungen, Harmonie und Heimat.
Die Stimme von Still Collins: Sven Komp mit seinen Hunden 'Lillie' (links) und 'Pütz'.
							Foto: Max Malsch
Die Stimme von Still Collins: Sven Komp mit seinen Hunden 'Lillie' (links) und 'Pütz'. Foto: Max Malsch

Sie feiern bald das 20-´Jährige von Still Collins: Hätten Sie das damals gedacht?
Sven Komp: Damals war eine Einschätzung unglaublich schwer. Tribute-Bands gab es damals noch nicht. Nur ein paar, die die Klassiker wie Beatles oder ACDC, wie Dirty Deeds '79 aus Bonn, gecovert haben. Heute gibt es ja zu jedem Original mindestens ein Cover.

Warum Phil Collins?
Komp: Ich habe die Musik von Phil Collins und Genesis schon in meiner Jugend gehört und auch schon selbst Musik gemacht. Dabei habe ich immer wieder gehört, dass meine Stimme wie die von Phil Collins klingt. Irgendwann habe ich mir auf Drängen meiner heutigen Mitmusiker gesagt: Du hörst dich an wie Phil Collins - also mach was daraus. So haben wir die Band gegründet.

Spielt die Band noch in der Ur-Besetzung?
Komp: Ja, bis auf zwei Positionen spielen wir in der Stammbesetzung. Das zeigt die Wertigkeit dieser Band. Was kann einem Musiker Besseres passieren, als in einer gut gebuchten Band zu spielen?

Was ist das größte Glück für einen Musiker?
Komp: Wenn er es geschafft hat, sein Hobby zum Beruf zu machen und davon leben zu können. Bei mir gab es keinen festen Zeitpunkt an dem ich gesagt habe, ich will nur noch Musik machen. Es hat sich ergeben, als sich abzeichnete, dass das Projekt Still Collins funktioniert. Plötzlich spielt man so viel, dass man sich entscheiden muss, ob man weiterstudiert, einen Beruf ergreift oder hauptberuflich Musik machen will.

Wie wichtig ist die Familie?
Komp: Die Familie ist unglaublich wichtig. Erst einmal muss man einen Lebenspartner finden, der oder die das Musikerleben mitmacht, besonders die vielen Auftritte am Wochenende. Viele Musiker merken erst sehr spät, wie schwer es ist, Familie und Musik zu vereinbaren.

Sie managen auch andere Coverbands. Wie kam es dazu?
Komp: Ich war schon immer derjenige in der Band, der die Büroarbeit gemacht hat. Der gute Ruf und der volle Terminkalender meiner Band in Kombination mit einer gewissen Erfahrung und guten Kontakten machen mich als Booker interessant für andere Bands und Veranstalter. Inzwischen bin ich fester Booker - so heißt derjenige, der die Bands vermittelt - einiger Bands wie etwa von Völkerball, der Rammstein-Tribute-Band, oder Reggatta de Blanc (The Police).

Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus?
Komp: Nach wie vor habe ich großen Spaß daran, mit Still Collins auf der Bühne zu stehen. Mehr als 70 Konzerte im Jahr müssen es nicht mehr unbedingt sein, aber von mir aus kann es so noch eine ganze Weile so weitergehen. Mein großer Wunsch ist, einmal auf der Loreley Freilichtbühne zu spielen.

Sie sind viel unterwegs - was bedeutet Heimat für Sie?
Komp: Meine Heimat ist Beuel. Hier komme ich her, und hier wohne ich noch immer (mittlerweile in Geislar). Dazu gehört meine liebe kleine Familie mit Frau Anja und Sohn Nici. Zu ihnen möchte ich nach den Konzerten immer möglichst schnell zurück. Ich würde auch nie wegen besserer Auftrittsmöglichkeiten in einer anderen Region von hier wegziehen.

Zur Person

Sven Komp hat am 9. August seinen 46. Geburtstag gefeiert. Er wurde am 9. August 1967 in Oberkassel geboren, machte 1987 sein Abitur am Kardinal-Frings-Gymnasium in Limperich und studierte danach Volkswirtschaftslehre an der Uni Bonn, bevor er ab 1996 mit Still Collins durchstartete.

Still Collins

Still Collins wurde 1995 gegründet. Im vergangenen Jahr gaben Sven Komp (Gesang), Wolfgang Braun (Keyboard), Martin Littfinski (Schlagzeug), Uli Opfergelt (Gitarre) Christoph Wüllner (Keyboard), Markus Hartmann (Bass), Meike Anlauff, Jeannette Marchewka und Katja Symmanek (alle Background) und Stefan Marenbach (Technik) das 1000. Konzert. Die Band gilt als Deutschlands gefragteste Phil Collins und Genesis Coverband. Weitere Infos auf www.stillcollins.de

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