- Home
- Bonn
- Region
- News
- Sport
- Familie
- Wetter
- Verkehr
- Freizeit
- Anzeigen
- Abo
- Dialog
Zentrenkonzept Beuel
Östlich des Bahnhofs soll von Fall zu Fall entschieden werden
Von Holger Willcke
BEUEL. Soll sich ein Lebensmittel-Discounter an der Königswinterer Straße ansiedeln, kann eine Metzgerei im Gewerbegebiet Beuel-Ost eröffnen? Über diese Fragen streiten Politik, Verwaltung und Gewerbetreibende seit rund fünf Jahren. Das Zentrenkonzept der Stadt Bonn soll diese Themen eigentlich seit 2008 regeln - doch es bleiben Probleme.
Aus der Vogelperspektive: Auf dem Foto sind die Kreuzung Königswinterer Straße/Maarstraße, der westliche Rand des Gewerbegebietes Beuel-Ost und die Randbebauung auf dem Bahnhofsgelände zu erkennen. Foto: Max Malsch
Kritiker dieses Papiers werfen der Stadt vor, dass das Konzept mehr behindere als förderlich sei. Auch aus diesem Grund soll das Zentrenkonzept jetzt aktualisiert werden. Damit tun sich aber alle Beteiligten schwer. Sieben Mal wurde die Fortschreibung des Zentrenkonzepts in der Bezirksvertretung Beuel vertagt, am heutigen Mittwoch soll endlich ein Beschluss gefasst werden.
SPD, Grüne und der Parteilose Michael Seeland haben sich bei einem Treffen mit Vertretern der Gewerbe-Gemeinschaft Beuel (GGB) und der Beueler Wirtschafts-Interessengemeinschaft (BWI) auf ein gemeinsames Vorgehen bei der gewerblichen Weiterwicklung Beuels verständigt. Demnach haben sich die Vertreter der rot-grünen Koalition und die Gewerbetreibenden darauf verständigt, dass östlich der Bundesbahn (Königswinterer Straße, Gewerbegebiet Beuel-Ost) eigentlich kein Einzelhandel zugelassen werden soll. Allerdings, und dass ist neu, im Einzelfall soll Einzelhandel sich dort ansiedeln können. Diese "Von-Fall-zu-Fall-Regelung" nennen Politiker und Gewerbetreibende "Zentrenerwartungsbereich". Dies betrifft vor allem das Gebiet östlich der Bahn und die Siegburger Straße zwischen Unterführung und Schauspielhalle.
Sofern es Anfragen für diese Bereiche gibt, soll ein runder Tisch aus Politik, Verwaltung und den beiden Gewerbevereinigungen zusammentreten und darüber befinden, ob die entsprechende Nutzung zugelassen werden kann. Dabei soll vor allem geprüft werden, ob es sich bei der jeweiligen Gewerbesparte um eine sinnvolle Ergänzung oder eine Konkurrenz für das Beueler Zentrum handelt. Einzelansiedlungen für den Lebensmittelhandel mit einer Verkaufsfläche von mehr als 800 Quadratmetern bleiben grundsätzlich ausgeschlossen. Die neue Konsensregelung sieht außerdem vor, dass die Bezirksvertretung Beuel es sich vorbehält, dem Stadtrat bei entsprechender Einigkeit des runden Tisches Ausnahmegenehmigungen vorzuschlagen.
Dem Vorschlag der städtischen Wirtschaftsförderung, Teile der Hans-Böckler- und der Kreuzstraße im Zentrenkonzept zu berücksichtigen, stimmt die rot-grüne Koalition nur teilweise zu. Das Gelände hinter der Post eigne sich nicht für eine Einzelhandelsnutzung, so die Politiker.
Rot-Grün macht darauf aufmerksam, dass in dem Entwurf für das neue Zentrenkonzept der geplante Bau der S13 nicht berücksichtigt worden ist.
Artikel vom 29.08.2012
Stadtbezirk Beuel
Leserfavoriten
- Hätten Unfälle vermieden werden können? Vorwürfe gegen die Polizei
- Zwei Menschen verletzt Vier Unfälle in zwei Stunden auf der Pützchens Chaussee
- Maikäferfest in Oberkassel Königswinterer Straße wird zur Flaniermeile
- Einbrüche in Beuel und Umgebung Polizei stellt Wertgegenstände sicher
- Zumba-Party im Brückenforum Tanzen im Schwarzlicht
- Acht Monate für eine Reparatur Leitplanke in Lengsdorf teils schon überwuchert
- Project Eco Planet Start-up-Unternehmen Nest 41 verfeinert "grünes" Computerspiel
- Straßenarbeiten auf dem Brüser Damm Straßeninseln werden zu üppigen Wildwiesen
- Entlang der Bahnlinie der RB 23 An den Gleisen wird's in den nächsten Tagen laut
- Katia Convents ist Designerin für die "Let's Dance"-Fernsehsendung Traumkleider für die Promis




