Spendenaktion der Nepomukstiftung

Zahlreiche Besucher auf dem Beueler Nikolausmarkt

Der Andrang beim Verkauf der Wunschsterne auf dem Nikolausmarkt ist sehr groß.

Der Andrang beim Verkauf der Wunschsterne auf dem Nikolausmarkt ist sehr groß.

Beuel. Das Konzept des dreitägigen Beueler Nikolausmarkts ist wieder aufgegangen. Zahlreiche Besucher kamen auf den Platz an St. Josef. Besonders gut kam die Spendenaktion der Nepomukstiftung an.

Sehr gut angenommen worden ist wieder der Nikolausmarkt an Sankt Josef. Ob am Freitag, Samstag oder Sonntag – das teils regnerische Wetter hielt die Besucher nicht davon ab, durch die rote Büdchenstadt, seit Jahren eine Augenweide, zu bummeln. An jedem der drei Nachmittage besuchte der Nikolaus den Markt und brachte den Kindern außer einer Geschichte auch ein paar Süßigkeiten mit. Bereits zum 29. Mal versteckte sich Hans-Dieter Fuchs im Kostüm des heiligen Mannes.

Er dürfte damit einer der dienstältesten Nikoläuse in der Region sein. Jeden Tag wird er von einem Engelchen begleitet. Am Samstagnachmittag steckte in dem weißen Kostüm, auch das ist Tradition in Beuel, die designierte Wäscherprinzessin, Ariane Clever. Die Wünsche anderer zu erfüllen, ist eine der schönsten Aufgaben an Weihnachten, so die Johannes-Nepomuk-Stiftung. Nachdem 20 Wunschsterne im vergangenen Jahr innerhalb von wenigen Minuten vergriffen waren, hielt sie in diesem Jahr 50 Sterne im Wert von 20 Euro bereit, um benachteiligte Kinder, Jugendliche und – das ist neu – Erwachsene am Weihnachtsfest mit einem kleinen Geschenk teilhaben zu lassen.

„Damit auch die Augen der Menschen leuchten können, die sonst keine Geschenke zu erwarten hätten, veranstaltet die Johannes Nepomuk Stiftung auf dem Beueler Nikolausmarkt die Nepomuk-Wunschstern-Aktion“, sagte Sprecher Friedhelm Kruth. Dabei gehe es um Menschen, die – oft unentdeckt – leise am Rande der Gesellschaft leben. „Für diese Menschen ist ein Geschenk bereits ein Produkt, das bei anderen keine besondere Beachtung, sondern vielfach eine Selbstverständlichkeit darstellt“, sagte Ralf Birkner, Vorstandsvorsitzender der Johannes-Nepomuk-Stiftung. So drängten sich am Sonntagmittag viele Besucher um die kleine Bühne, um einen dieser Sterne zu erwerben.

„Den Wunschstern können Sie zur Erinnerung an den eigenen Weihnachtsbaum hängen“, sagte Birkner. Damit die Geschenke auch wirklich bei den Bedürftigen ankommen, arbeitet die kirchliche Bürgerstiftung Johannes Nepomuk sehr eng und vertraulich mit der Caritas in Beuel zusammen. „Die Caritas, die mit ihrer Arbeit sehr nahe an den Menschen ist, hat sich bereiterklärt, dafür Sorge zu tragen, dass die Geschenke oder Gutscheine, aber kein Bargeld bei den Bedürftigen ankommen“, versichert Kruth.

Traditionell gab es auf dem Nikolausmarkt beim Schiffer-Verein wieder Reibekuchen, für die Käpt'n Reiner Burgunder selbst sorgte. „Am Samstagabend war die Nachfrage so groß, dass wir noch schnell zur Metro mussten“, verriet er. Neben Reibekuchen und Schiffer-Knall konnte auf dem Stand des Schiffer-Vereins auch die Neuauflage des Buches „Et Knällchen“ von Claus Werner Müller erworben werden. Nach vier Jahren war die Auflage von 1000 Büchern vergriffen. Nun gibt es wieder Exemplare. Darin dreht sich alles um die Kartoffel und welche vielfältigen rheinischen Gerichte man daraus machen kann.